merken
PLUS Hoyerswerda

Jazz-Künstler und Licht-Künstler beim Lausitz Festival

Das Lausitz-Festival machte am Montagabend mit einem Konzert des Posaunisten Nils Wogram samt Begleitung in Hoyerswerdas Lausitzhalle Station.

Diesen Sonnabend in Zürich, danach in Potsdam, Lugano und Köln – am Montag aber stand Jazz-Posaunist Nils Wogram in Hoyerswerda auf der Bühne.
Diesen Sonnabend in Zürich, danach in Potsdam, Lugano und Köln – am Montag aber stand Jazz-Posaunist Nils Wogram in Hoyerswerda auf der Bühne. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. So eine Posaune ist ein erstaunlich vielstimmiges Instrument. Sie kann schnarren, seufzen und singen, brummen, krächzen oder so klingen, als wäre sie eine Dampflok. Natürlich muss man das Instrument dazu beherrschen, etwa so wie Nils Wogram.

In der Lausitzhalle spielte der Jazz-Posaunist am Montagabend zunächst unter dem Motto „Bright Lights“ ein halbes Dutzend Solo-Nummern, bevor er sein aus einem Schlagzeuger, einem Kontrabassspieler und einem Saxofonisten bestehendes Ensemble „Root 70“ hinzu holte, noch verstärkt um die „Strings“, eine Violinistin, einen Cellospieler sowie einen Bratschisten. So nahm der zweite Teil des Abends vom Klang her zumindest andeutungsweise Big-Band- Züge an.

PPS Medical Fitness GmbH
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness

Krankengymnastik, Bewegungsbad, physikalische Therapie, Lymphdrainage, Massagen, Outdoor-Training - PPS Medical Fitness ist für Ihre Unterstützung rundum aufgestellt.

Weitere Künstler waren für die Technik zuständig. Nicht immer waren die Lichter so hell wie im englischsprachigen Titel des Solo-Teils. Doch die Mannen von Atlantis-Audio aus Döbern zauberten mit Hilfe von jeder Menge an Scheinwerfern erstaunliche Lichtskulpturen in den Saal. Dieser war ja viele Monate lang zumindest bezüglich Konzerten unbenutzt. Und abgesehen von der letzten Veranstaltung der Sommer-Atriums-Reihe, die am Wochenende wegen des Wetters ins Haus verlegt wurde, war der Jazz-Abend die erste geplante Veranstaltung seit langer Zeit, die hier stattfand. Eingemietet hatte sich das Lausitz-Festival, dessen zweite Ausgabe dieser Tage an verschiedenen Orten in der Region zu Musik, Schauspiel oder Film einlädt.

Die Anti-Covid-Regeln: Eintritt nur mit Impf-, Genesungs- oder negativem Test-Nachweis, Bewegung im Haus nur mit Maske, und die Garderobe durfte man selbst aufhängen. Im Saal war nicht nur jede zweite Reihe gesperrt, sondern auch noch einzelne Sitze zwischen jeweils zusammengehörenden Besuchern. Das ließ für den Kartenverkauf keine allzugroßen Optionen. Allerdings hätten durchaus noch ein paar mehr als die anwesenden 70 bis 80 Jazz-Freunde Platz gehabt. Festival-Chef Daniel Kühnel sah es wohl sportlich. Er meinte, es wären ja schon doppelt so viele Besucher da wie im vorigen Jahr bei Jazz-Pianist Brad Mehldau: „Wir haben vor, mit dieser Steigerungsrate weiterzumachen.“

Ein zweites Konzert haben die Festspiele für diesen Sonntag um 11 Uhr in der Lausitzhalle platziert. Die Symphoniker aus Hamburg, deren Intendant Daniel Kühnel ist, sind mit einer an Beethovens Neunte Symphonie angelehnten musikalisch-theatralen Aufführung zu Gast, an der das Schweizer Regie-Schwergewicht Christoph Marthaler mitgewirkt hat.

Mehr zum Thema Hoyerswerda