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Jeden Tag ein anderes Gericht

Uwe Köhler vom Alleerestaurant hat das Angebot der Stadt angenommen und verkauft jetzt aus einem Holzhäuschen.

Auch unter den aktuell geltenden Bedingungen verkauft Uwe Köhler in der Bautzener Allee fertig zubereitete Speisen an seine Kunden.
Auch unter den aktuell geltenden Bedingungen verkauft Uwe Köhler in der Bautzener Allee fertig zubereitete Speisen an seine Kunden. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Uwe Köhler hat den Lockdown im November gut genutzt, in seinem Allee-Restaurant im Gastraum sowie im abgetrennten Raum für Vereine bzw. Familienfeiern renoviert. Aus ehemaligen Garderoben eines Luxushotels, die er preiswert erwerben konnte, hat er sich Wandpaneele gefertigt, die mit farbenfrohen Landschaftsfotos von Fotograf Peter Radke bestückt sind. Im Windfang ist eine alte Stechuhr platziert.

Nur leider kann er das alles derzeit seinen Gästen nicht zeigen – Lockdown. Doch Uwe Köhler hat wie schon im Frühjahr beim ersten Lockdown einen Straßenverkauf eingerichtet. „Beim ersten Mal habe ich noch hintenraus verkauft“, schildert er. Jetzt steht vor dem Restaurant eine Weihnachtsmarkthütte. Die können sich Hoyerswerdaer Gastronomen in diesem Jahr von der Stadt Hoyerswerda kostenfrei ausleihen. „Der Bauhof hat sie vorbeigebracht und aufgebaut“, ist Uwe Köhler dankbar. Ein bisschen Adventsschmuck war auch schon dran. Er hat noch Plexiglas und Abstandsgitter installiert. Jetzt verkauft er hier an der Bautzener Allee seit dem 1. Dezember täglich von 11 bis 12.30 Uhr jeweils ein wechselndes Mittagsgericht zum Mitnehmen. Und täglich meint hier tatsächlich alle sieben Tage in der Woche.

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Dienstag startete er mit einem Linseneintopf mit Rauchfleisch und Brot. Heute gibt es Spirelli mit Wurstgulasch. Auch am Wochenende kann man sich so bekochen lassen. Der Gastronom setzt dabei auf eine Mischung aus Laufkundschaft und Stammkundschaft. Zum besseren Kalkulieren nimmt er auch gern Vorbestellungen entgegen. Den Speisplan für die nächsten Tage gibt es auf der Website bzw. als Zettel vor Ort zum Mitnehmen. Uwe Köhler hat Stammkunden aus dem WK I und WK II, aber auch aus der Altstadt. Schnell mal eben mit dem Fahrrad oder dem Auto vorfahren – fertig. Coffee-to-go ist selbstverständlich ebenfalls zu haben. Und wer an den Weihnachtsfeiertagen nicht selbst kochen, aber dennoch was Festliches auf dem Tisch haben möchte, der kann bei ihm schon vorbestellen – vier verschiedene Hauptgerichte, jeweils wahlweise mit Klößen/Kartoffeln und Rotkohl/Rosenkohle stehen auf der extra-Vorbestellungsliste. Vorsuppe und Nachspeise kann man ordern. Abholen muss man am 25. bzw. 26. Dezember freilich selbst.

Uwe Köhler sieht das alles ganz pragmatisch: „Ich muss ja irgendwie Umsatz generieren.“ Eine Mitarbeiterin in Kurzarbeit ist bei den ganzen Vorbereitungen mit von der Partie. Nach dem Frühjahrs-Lockdown erlebte das Allee-Restaurant wie so viele Kollegen auch einen ganz guten Sommer. Bei ihm sei zudem der Oktober super gelaufen. Am besten war das Wochenende 31.10./1.11., wo alle wussten, dass der Lockdown am nächsten Tag kommen würde: „Da war die Hütte richtig voll“.

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