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Jugendclub scheidet nach Schaden aus

Eine Jugendgruppe sucht Räume in Laubusch. Die Stadtverwaltung Lauta ist dabei behilflich.

Durch die helle Tür (rechts) geht es in die seit Jahren ungenutzten Räume des ehemaligen Jugendclubs. Diese sind ein Teil der Sporthalle am Laubuscher Freibad.
Durch die helle Tür (rechts) geht es in die seit Jahren ungenutzten Räume des ehemaligen Jugendclubs. Diese sind ein Teil der Sporthalle am Laubuscher Freibad. © Foto: Ralf Grunert

Laubusch. Eine aus rund 30 jungen Leuten aus allen Lautaer Ortsteilen bestehende Jugendgruppe hatte sich eigentlich schon mit dem Gedanken vertraut gemacht, noch in diesem Jahr den ehemaligen Jugendclub am Laubuscher Freibad wieder zu aktivieren. Die Clubräume sind ein Teil der Sporthalle. Daraus wird nun aber nichts werden.

Bürgermeister Frank Lehmann überbrachte in der jüngsten Sitzung des Laubuscher Ortschaftsrates eine Hiobsbotschaft: „In den letzten Tagen nach den Starkregenfällen hat sich eine neue Situation ergeben. Im Bereich des Jugendclubs gab es große Einregnungsstellen.“ Wie er betonte, hätte die Stadt den Jugendlichen ihr neues Domizil an dieser Stelle gern ermöglicht. „Jetzt können wir es aber nicht mehr verantworten, solche Räume zu übergeben.“ Man brauche auch nicht „mit sinnloser Flickerei am Dach anfangen“, findet er.

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Die Suche nach anderen Räumlichkeiten ist bereits im Gange. Am vergangenen Donnerstag fand eine Vor-Ort-Begehung im Flachbau gegenüber der ehemaligen Brikettfabrik-Verwaltung statt. Im betreffenden Gebäude, welches der Stiftung Internationales Informatik- und Begegnungszentrum Sachsen (IBS) gehört, nutzen schon der CVJM und die Band „Erikas Erben“ Räume. Dazwischen wäre noch etwas frei, erfuhr TAGEBLATT auf Nachfrage von der Lautaer Hauptamtsleiterin Katrin Grader. Die Jugendlichen, die bei der Begehung dabei waren, können sich vorstellen, diese Räume zu nutzen, auch wenn an diesen ein ziemlicher Sanierungsbedarf besteht. „Hier muss man sehen, was gemacht werden muss, und wer es leisten kann“, so die Amtsleiterin. „Auch wie die Stadt dabei Unterstützung geben kann.“

Der Knackpunkt werden die Mietkonditionen sein. Just am heutigen Dienstag, so der Kenntnisstand von Katrin Grader, tage der IBS-Vorstand. „Wenn das IBS mit den finanziellen Vorstellungen mitgeht, kann es losgehen.“ Sie hat das Gefühl, dass es gut aussehe. Auch der Bürgermeister hatte im Kreise der Ortschaftsräte schon Optimismus verbreitet, dass geeignete Räumlichkeiten für die Jugendlichen gefunden werden können. „Wir kriegen das hin“, sagte er und fügte hinzu: „Ich nehme das Engagement der Jugendlichen als sehr positiv wahr.“ Bei dieser Gelegenheit merkte er an, dass die Jugendlichen keinen Verein gründen wollen, sondern eine lose Gruppe mit konkreten Verantwortlichen planen.

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