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Jugendstadtrat Hoyerswerda

Die letzte Sitzung des Jahres bot Raum für Lob, Kritik und Wünsche - und auch neue Pläne.

Der Ende 2019 gewählte Jugendstadtrat von Hoyerswerda.
Der Ende 2019 gewählte Jugendstadtrat von Hoyerswerda. © Archivfoto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. In seiner letzten Sitzung in dieser Woche hat der Jugendstadtrat von Hoyerswerda gewissermaßen ein Fazit des vergangenen Jahres gezogen. Auf der Tagesordnung standen verschiedene Punkte, die sowohl abgeschlossene, als auch künftige Projekte und Vorhaben betreffen. Im nunmehr zweiten, und demnach letzten, Jahr der Legislatur geht es für die gewählten Vertreter nun langsam auf das Ende zu.

Sie wollen auch die folgenden Räte gut vorbereiten, ging aus einem Statement hervor. Weiterhin lobte Maximilian Rother, Léon-Foucault-Gymnasium, dass der Jugendstadtrat gut aufgestellt sei und über ein eigenes Budget verfüge. Mit einem Vertreter im Schul-, Kultur- und Sozialausschuss haben die Räte zwar Anteil an dieser Arbeit, aber sie wünschen sich noch mehr Teilhabe und eine Stimme zu haben sowie die Einbeziehung bei Entscheidungen.

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Seit November 2019 besteht der Jugendstadtrat in der aktuellen Besetzung. Die Satzung sieht vor, dass am letzten Mittwoch im September die Wahl der neuen Mitglieder erfolgen soll. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein anderes Vorgehen womöglich mehr Kandidaten hervorbringen würde, an denen es zuletzt meist mangelte. Unter anderem aus diesem Grund wird eine Satzungsänderung angestrebt. Ein Wahltermin soll noch vor den Sommerferien gefunden werden, lautet die Anregung. PaulHartmann, ein weiterer Vertreter des Léon-Foucault-Gymnasiums, trug zudem vor, dass künftig womöglich auch Stadtteile Räte entsenden können und nicht nur, wie bisher, die Schulen. Damit sollen noch mehr Jugendliche erreicht werden.

Dieser Grundgedanke wird ergänzt, durch die Idee einer Wahlveranstaltung im Vorfeld der kommenden Wahl. Es ist vorgesehen, die Kandidaten an ihren Schulen vorzustellen und somit auch die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Insgesamt soll mehr für das Gremium geworben werden, fasst Robin Schäfer, ebenfalls Foucault-Gymnasium, zusammen. Durch die Maßnahmen soll auch befördert werden, dass der neue Rat nicht „bei Null“ anfangen muss, wie es die Erfahrung der jetzigen Jugendstadträte gezeigt hat, sondern eine Übergabe der Projekte und Vorhaben stattfindet. Es geht um eine Begleitung in dieses Ehrenamt.

Rückblickend wurden die Wahlparty und die Müllsammelaktion ausgewertet. Die Wahlveranstaltung im Zuge der Oberbürgermeisterwahl wurde als Erfolg verbucht. Die geplante U 18-Wahl, die nach der Podiumsdiskussion mit den Kandidaten ein Stimmungsbild ergeben sollte, konnte aufgrund zu geringer Beteiligung nicht durchgeführt werden.

Zum gemeinsamen Müllsammeln hatte der Jugendstadtrat im Oktober eingeladen. An zwei Tagen wurde dazu an mehreren Standorten das entsprechende Equipment wie Müllsäcke und Handschuhe ausgegeben. Anschließend wurden die gefüllten Tüten wieder entgegengenommen. Trotz Regenwetter, so sagt Robin Schäfer, habe es „sich doch sehr gelohnt“. Circa hundert Säcke sind zusammengekommen. Mit der Menge zeigt sich der Jugendstadtrat zufrieden, aber man hatte auf mehr Sammler gehofft. Eine Folgeaktion im nächsten Jahr unter dem Titel Frühjahrsputz wird angestrebt. Die Standorte sollen optimiert werden – Lage und Ausstattung. Die Empfehlung der Jugendlichen: Das Ganze sollte mindestens einmal jährlich stattfinden.

Sommerparty am Gondelteich

Ebenfalls in Planung, aber bisher wenig konkret, ist die Durchführung einer Sommerparty auf dem Festplatz am Gondelteich. Mit Hilfe des eigenen Budgets und von Sponsoren soll das Vorhaben umgesetzt werden, erklärte Cora Sengbusch, Schülerin der Christlichen Schule Johanneum. Weiteres gilt es noch zu klären.

Die Jugendpolitiktage im kommenden Mai wurden ebenfalls präsentiert, da Bewerbungen bis 11. Januar möglich sind. Das Bundesjugendministerium und die Jugendpresse Deutschland laden rund 450 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland nach Berlin ein, um mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. Ob der Jugendstadtrat Vertreter stellt, ist bisher unklar.

Weiterhin wurde die Nominierung beim Sächsischen Bürgerpreis in der Kategorie „Miteinander stärken – Land gestalten“ (Demokratie) erwähnt. Zur Auszeichnung kam es nicht, aber Paul Hartmann sieht es als Motivation für kommende Projekte und Wettbewerbe.

Erstmals nahm Torsten Ruban-Zeh als OB an einer Sitzung des Jugendstadtrats teil. Er sagte zur Nominierung: „Es ist schon ein Erfolg, dass ihr wahrgenommen wurdet.“ Er lobt ebenfalls, dass über die Besetzung und das Zustandekommen des Gremiums nachgedacht wird. Für kommende Aktionen sichert er die Unterstützung der Stadt zu. Besonders der Strukturwandel verlangt eine junge Sicht. „Wir brauchen viele Ideen – Ideen für die Zukunft der Stadt. Und ihr seid die Zukunft.“

Die nächste Sitzung soll am 15. März 2021 stattfinden.

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