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Junge Christen bleiben im Gespräch

Sogar der Bischof der EKBO folgt einer Einladung und kommt nach Hoyerswerda.

Leon Eckelmann, die Brüder Johann, Philipp und Karl Christian Koch sowie Jan Koark treffen sich vorerst weiter online zum Austausch über aktuelle Themen. Im Hintergrund ist die Johanneskirche zu sehen.
Leon Eckelmann, die Brüder Johann, Philipp und Karl Christian Koch sowie Jan Koark treffen sich vorerst weiter online zum Austausch über aktuelle Themen. Im Hintergrund ist die Johanneskirche zu sehen. © Foto: Junge Gemeinde

Hoyerswerda. Gelebter Glaube kann in vielerlei Form stattfinden. Eine Gemeinschaft junger Menschen hat sich auf die Fahnen geschrieben, miteinander im Gespräch zu bleiben über aktuelle und Glaubensthemen – trotz Beschränkungen. Die Junge Gemeinde besteht aus Jugendlichen Christen der evangelischen Gemeinden aus Neu- und Altstadt von Hoyerswerda. Der Kern der Gruppe ging aus dem Kreis der Konfirmanden aus dem Jahr 2016 hervor. Ein Mitarbeiter der evangelischen Kirche hat damals die Betreuung verantwortet. Die Stelle wurde nicht nachbesetzt, die Aktivitäten haben dann ab 2019 geruht.

An den freitäglichen Treffen haben die Junge Gemeinde-Mitglieder trotz Kontaktbeschränkungen festgehalten, obwohl sie eine Zusammenkunft, bei der sonst gemeinsam gekocht oder gebacken wurde, nicht ersetzen können. Leon Eckelmann findet das gut, da sie trotz verschiedener Wohnorte, die sich auch durch sein Studium ergeben haben, sehen können. „Das ist besser als es komplett flachfallen zu lassen.“ Karl Christian Koch ist der Meinung, in dieser Runde intensiver über Dinge reden zu können. „Wir nehmen uns ja auch bewusst Zeit dafür“, ergänzt Leon Eckelmann. Anfangs wurden auch Themen vorbereitet. Jetzt ergibt sich das von selbst aus den Erlebnissen der Jugendlichen.

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Um auch weiter existieren zu können, sucht die Gruppe nach Nachwuchs – bei den jetzigen Konfirmanden aus Hoyerswerda und den umliegenden Gemeinden. Dass es dabei Berührungsängste geben kann, wenn Treffen gerade ausschließlich online stattfinden, verstehen die jungen Christen. Doch die Nachfolge beschäftigt sie.

Pfingsten ist wenig sichtbar

Am Pfingstsonntag findet in der evangelischen Johanneskirche in der Altstadt die Konfirmation statt. In der Zeit um das Pfingstfest liegen diese Segnungen häufig. An diesem Hochfest wird die Erscheinung des Heiligen Geistes gefeiert, die Dreifaltigkeit wird erkennbar. „So richtige Bräuche gibt es in unserer Region in dieser Zeit nicht“, sagt Karl Christian Koch dazu. „Für Christen ist es ein total wichtiges Fest, aber nach außen ist es wenig sichtbar“, meint Leon Eckelmann. Sie merken an, dass es keine vorbereitende Phase, wie die Passions- oder Adventszeit gibt. Ostern und Weihnachten sind unter anderem dadurch eher „im Unterbewusstsein verankert“, meint Abiturient Jan Koark. Der Turmbau zu Babel, an dessen Ende eine Sprachverwirrung steht, ist die wohl bekannteste biblische Geschichte zum Verständnis dieses Festes, das am 50. Tag nach Ostern ist. Leon Eckelmann betont die Wichtigkeit und sieht darin „irgendwie auch die Geburtsstunde der christlichen Kirche“.

Über die Zukunft der Kirche

Zu Weihnachten wollte die Junge Gemeinde eine eigene Andacht gestalten. Texte und Ablauf waren fertig, als die Absage kam. Nun planen sie hingegen andere Veranstaltungen. In den nächsten Tagen sind sie im Gespräch mit einem Militärseelsorger der Bundeswehr. Welche Erfahrungen, Erlebnisse und Aufgaben bringt diese Tätigkeit mit sich? Und weiterhin sind die jungen Männer stolz, den Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO) bald in Hoyerswerda begrüßen zu dürfen. Bei dieser Podiumsdiskussion unter dem Titel „Kirche – ohne uns!?“ soll es um die zukünftigen Entwicklungen und Perspektiven gehen. Weitere Informationen dazu finden sich auch im aktuellen Gemeindebrief, wo sich die Junge Gemeinde künftig auf einer eigenen Seite präsentiert. „Wir freuen uns, dass diese Diskussion als wichtig erachtet wird und der Bischof in Hoyerswerda ins Gespräch kommen will“, so Leon Eckelmann.

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