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Karpfen und Störe tummeln sich im warmen Wasser

Gute Startbedingungen in den Frühling sieht die Kreba-Fisch GmbH. Wassermangel ist erst einmal nicht in Sicht.

Wird (maschinell) gefüttert, ist im Wasser Betrieb. Fische, die im Schatten des Kraftwerkes Schwarze Pumpe aufwachsen, haben einen gesunden Appetit.
Wird (maschinell) gefüttert, ist im Wasser Betrieb. Fische, die im Schatten des Kraftwerkes Schwarze Pumpe aufwachsen, haben einen gesunden Appetit. © Foto: Jost Schmidtchen

Von Jost Schmidtchen

Schwarze Pumpe. In der Warmwasseraufzuchtanlage der Kreba-Fisch GmbH im Industriepark Schwarze Pumpe sind über den Winter 160.000 Karpfen und 3.000 Störe zu stattlichen Jungtieren herangewachsen. Der Anlagenbesatz erfolgte im September planmäßig mit den damals einsömmrigen Karpfen und den etwa fünf Zentimeter großen Stören. Jetzt, im Frühjahr, weisen die Störe bis zu 50 Zentimeter Größe auf. Schon im Herbst werden sie in den Verkauf gelangen.

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Ebenso die Karpfen. Sie haben im warmen Wasser ein Aufzuchtjahr gewissermaßen übersprungen und werden, sobald es die Witterung erlaubt, in die Abwachsteiche umgesetzt. Die Warmwasseraufzuchtanlage in Schwarze Pumpe ist den ganzen Winter problemlos gelaufen – nur die gefräßigen Graureiher wurden zu einer Bedrohung des wertvollen Bestandes. Zum Schutz der Fische wurden die (in Brandenburg ganzjährig jagdliche Schonzeit genießenden) Räuber gesetzeskonform optisch mit Absperrband vergrämt.

Zeichen stehen für 2021 besser

Dietmar Mühle, Geschäftsführer der Kreba-Fisch GmbH, kam am letzten Freitag selbst nach Schwarze Pumpe, um die Fische zu füttern. Die Fütterung läuft zwar automatisch, nur das Futter muss eben noch von Hand in die Behälter nachgefüllt werden. Der Geschäftsführer zog einen Rückblick in das Jahr 2020. „Das war für alle Teichwirte kein besonders gutes Jahr. Infolge dreijähriger Niederschlagsdefizite fielen Teiche trocken, in den verbliebenen Teichen war speziell im Sommer die Fütterung der Fische beeinträchtigt, und das alles wirkte sich letztendlich auf das Ergebnis der Gesamtproduktion aus. Hinzu kamen die Einnahmeausfälle für die Teichwirte durch die in ganz Sachsen abgesagten Fischerfeste im Herbst“, resümierte der Geschäftsführer rückblickend.

Für 2021 stehen die Zeichen besser. Der Winter brachte Schnee und viele Niederschläge. Wassermangel ist erst einmal nicht in Sicht. Da auch die Talsperre Quitzdorf wieder angestaut ist, profitieren von der nun wieder normalen Wasserabgabe auch andere Teichwirtschaften.

Die Kreba-Fisch GmbH bewirtschaftet in den Landkreisen Bautzen und Görlitz mehrere Teichwirtschaften mit einer teichwirtschaftlichen Nutzfläche von rund 700 Hektar. Einige Teiche sind schon durch den Herbstbesatz besetzt, die Mehrzahl folgt jetzt im Frühjahr. Mit dem Abfischen der Winterteiche wurde ebenfalls schon begonnen. Bis Mitte April soll das abgeschlossen sein. Zeitgleich folgt dann der Besatz der Abwachsteiche.

Der Firmensitz der Kreba-Fisch GmbH wurde von Kreba-Neudorf nach Sproitz verlegt. Die Postanschrift lautet nunmehr An der Aue 16 a, 02906 Quitzdorf am See (Ortsteil Sproitz), Tel. 03588 2880304.

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