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Keine Kurzarbeit und nur wenig Homeoffice

So arbeitet die Stadtverwaltung Hoyerswerda im Lockdown. Die Corona-Mitarbeiter-Prämie gab’s gestaffelt.

Rathaus Hoyerswerda
Rathaus Hoyerswerda © Archivfoto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Trotz Lockdown sind die Dienststellen der Stadtverwaltung Hoyerswerda aktuell geöffnet. Allerdings gibt es die Bitte, dass Bürger ihre Anliegen bevorzugt telefonisch oder per E-Mail klären und Besuche in den Rathäusern auf nicht verschiebbare Fälle reduziert werden sollten. Im Alten Rathaus wird der Eingang Senftenberger Straße als Besuchereingang immer offengehalten, im Vorraum erfolgt die Kontaktaufnahme über ein extra Telefon.

Im Bürgeramt an der Dillinger Straße 1 erfolgen Sprechzeiten nach vorheriger Anmeldung oder über die Online-Terminvergabe. Die Einlassregulierung erfolgt durch einen Wachschutz. Hier ein Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Stadtverwaltung und deren Mitarbeiter.

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Wie viele Mitarbeiterbefinden sich in Kurzarbeit?

Von den 320 Mitarbeiter der Stadtverwaltung, darunter 56 Beamte, wurde bislang kein einziger in Kurzarbeit geschickt. Das sei auch nicht erforderlich, heißt es dazu aus dem Rathaus. In der Landeshauptstadt Dresden zum Beispiel sieht das anders aus. Dort befinden sich derzeit etwa 940 Beschäftigte der rund 7.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Betroffen sind Bereiche wie die Staatsoperette Dresden, die Dresdner Philharmonie, die Städtischen Bibliotheken sowie die Eigenbetriebe des Heinrich-Schütz-Konservatoriums und der Sportstätten.

Wie oft wird die Möglichkeit des Homeoffice genutzt?

In der Hoyerswerdaer Stadtverwaltung sind in der aktuellen Situation etwa 60 Mitarbeiter zeitweise mobil von zu Hause aus tätig. Besonders geeignet dafür sind nach Aussage von Olaf Dominick, dem Leiter des Oberbürgermeister-Büros, reine Verwaltungsarbeitsplätze, sprich Bürotätigkeiten, bei denen kein regelmäßiger Bürgerverkehr stattfindet.

Zahlt die Stadt ihren Mitarbeitern eine Corona-Prämie?

Die Stadt Hoyerswerda als kommunaler Arbeitgeber ist bei der Zahlung der Entgelte an die tariflichen und gesetzlichen Regelungen gebunden. Nur Zahlungen, die hier festgelegt sind, können an die Mitarbeiter erfolgen. Insoweit erfolgt keine gesonderte Zahlung einer stadteigenen Corona-Prämie. Eine tariflich festgelegte Corona-Sonderzahlung wurde den Mitarbeitern im Monat Dezember 2020 ausgezahlt. Entsprechend der tariflichen Einigung waren die Beträge nach den Entgeltgruppen zu staffeln. Es handelte sich um Beträge zwischen 225 Euro und 600 Euro.

Bekommen Beamte ebenfalls eine Corona-Prämie?

Beamten wurde bislang keine Corona-Prämie gezahlt, so die Auskunft auf dem Rathaus. Sollte der Sächsische Gesetzgeber eine solche Sonderzahlung festlegen, so wäre diese entsprechend auszuzahlen.

Gibt es weitere Sonderzahlungen im Zusammenhang mit Corona?

Weitere Sonderzahlungen an Beschäftigte oder Beamte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gab es nicht.

Wie schützen sich die Mitarbeiter während ihrer Tätigkeit?

Während des Aufenthaltes in den Gebäuden der Stadtverwaltung ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend. Darüber hinaus gelten die Bestimmungen zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen und die Abstandsregelung. Um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können, sind die Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung angehalten, jeden Bürgerkontakt und jeden externen Termin zu dokumentieren. Besuche von Personen mit offensichtlichen Erkältungssymptomen werden abgebrochen und die betreffenden Personen nach Hause geschickt.

Terminvereinbarung: Tel. 03571 456456 bzw. https://www.hoyerswerda.de/rathaus/verwaltung/terminbuchung/

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