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Kinder fühlen sich in erneuerter Kita wohl

Die Gemeinde Spreetal hat in die Sanierung des „Waldhäuschens“ in Burghammer mehr als 350.000 Euro investiert.

Oskar hat es nicht weit in den Kindergarten. Er wohnt in Burghammer. Neu in seiner Kita ist diese interessante Spiegel-Wand – unter anderem.
Oskar hat es nicht weit in den Kindergarten. Er wohnt in Burghammer. Neu in seiner Kita ist diese interessante Spiegel-Wand – unter anderem. © Foto: Mirko Kolodziej

Burghammer. Die Kinder sind zurück – bereits seit ein paar Tagen. Die Sanierung des Kindergartens „Waldhäuschen“ ganz in der Nähe des Bernsteinsees war umfänglich, hat die Gemeinde Spreetal eine für ihre Verhältnisse ziemliche Stange Geld gekostet und dauerte von April bis August. Inzwischen ist sie aber beendet.

Die „Eulen“, die „Eichhörnchen“ und die „Schlauen Füchse“ – so heißen die drei Gruppen – haben das Gebäude rasch wieder für sich erobert, nachdem die Mädchen und Jungen übergangsweise im Hort in Burgneudorf und in der Kita „Spreespatzen“ in Spreewitz untergekommen waren.

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„Die Schallschutzdecken sind gigantisch“, sagt Burghammers Kindergarten-Leiterin Carola Schötz. Der Umstand, dass der Lärm sich schätzungsweise um mehr als die Hälfte reduziert hat und der einstige Hall verschwunden ist, freut besonders die vier Erzieherinnen, wirkt sich atmosphärisch aber sicherlich auch auf die gegenwärtig 29 betreuten Kinder aus.

Das Gebäude hat eine Wärmedämmung bekommen, eine neue Elektroanlage und jeder der drei Gruppenräume einen Durchbruch zur neuerdings überdachten Terrasse. Fenster und Türen wurden ausgetauscht und neben der LED-Beleuchtung, die für freundliche Helligkeit vor allem im Flur sorgt, gibt es auch noch eine Sicherheitsbeleuchtung für den Notfall.

Eine offizielle Einweihung musste wegen der Restriktionen zur Eindämmung von Covid-19 bisher ausfallen. Aber den wichtigsten Partnern ist schon gedankt worden, berichtet die Kita-Leiterin: „Wir haben mit den Kindern Kuchen gebacken und damit die Bauarbeiter überrascht.“

Das Eingewöhnen, erzählt sie weiter, sei für die Knirpse nach dem Wiedereinzug Mitte August schnell gegangen: „Sie haben gestaunt, überall reingeguckt und waren dann ruckzuck wieder in ihrer Kita.“ Sogar die sechs Mädchen und Jungen, die seit voriger Woche Schulkinder sind, hatten noch ein paar Tage etwas vom Zauber des Neuen nach der umfänglichen Sanierung.

Sie hat auch ein paar kleinere Details mit sich gebracht, die das Kita-Leben verändern. So gibt es nun Magnet-Tapete, die das Anbringen von Kinder-Zeichnungen zum Beispiel im Flur sehr vereinfacht. Die unterschiedliche Farbe der Fußböden in den Gruppenräumen erleichtert die Orientierung. Und bei den Kindern kommt ein Wand-Element mit gewölbten Spiegeln ziemlich gut an. Die Erzieherinnen haben sich überlegt, weitgehend auf die einst teils sehr bunten Farben zu verzichten und lieber auf erdigere beziehungsweise Beeren-Töne setzen zu wollen. Die Kita heißt nicht umsonst „Waldhäuschen“. Früher war sie einmal Tagebau-Betriebsküche. Inzwischen ist das kaum mehr vorstellbar und ein Versprecher aus einer Gemeinderatssitzung beinahe Realität geworden. Vom „Waldschlösschen“ war da die Rede.

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