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Klimaneutraler Logistikstandort

In Sabrodt möchte die BUG ihre Tätigkeiten erweitern. Der Gemeinderat stimmt zu.

Im vergangenen Jahr wurde der Nasslagerplatz in Sabrodt in Betrieb genommen. Dort kann Holz von den schädlichen Borkenkäfern mittels Wasser befreit werden.
Im vergangenen Jahr wurde der Nasslagerplatz in Sabrodt in Betrieb genommen. Dort kann Holz von den schädlichen Borkenkäfern mittels Wasser befreit werden. © Archivfoto: Ralf Grunert

Elsterheide. Das Wachstum des Industrieparks Schwarze Pumpe ist scheinbar ein Thema für die ganze Region. Denn in der Sitzung des Gemeinderates Elsterheide am Dienstagabend hat sich das Gremium zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes bekannt. Das Unternehmen BUG Liegenschaftsverwaltung GmbH & Co. KG, ansässig in Sabrodt, plant einen klimaneutralen Logistik- und Holzumschlagstandort an der B 97.

Das Unternehmen erklärt, dass damit abgefangen werden soll, dass eine Ansiedlung von Logistik in Schwarze Pumpe nicht vorgesehen ist, aber dieser Bereich zur weiteren Entwicklung dazugehört.

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In dem einstimmig gefassten Beschluss heißt es, dass „die Errichtung eines Holznasslagers, von Werkstätten, Parkplätzen und eines Bürogebäudes sowie Zufahrt- und Verbindungsstraßen“ vorgesehen ist. Die Fläche für dieses Vorhaben wird mit etwa 10 Hektar angegeben. Demnach gehört ebenso die weitere Veredlung von Rohstoffen und Produkten zur Zielstellung, wie Michael Woithe erklärt. Der BUG-Projektleiter sagt, dass Holz bisher nur ausgefahren wird, künftig die Vorbehandlung den Prozess erweitern soll. Die Vermarktung kann somit weiter ausgebaut werden, heißt es.

Das Ganze ist in einer Größenordnung vorgesehen, dass ergänzend ein Motel gebaut werden kann, so die Vorstellung. Bei der Präsentation des Vorhabens vor den Gemeinderäten sagen die Vertreter des Sabrodter Unternehmens, dass sie „den Standort weiterentwickeln wollen“. Das geschah zuletzt im vergangenen Jahr mit der Inbetriebnahme eines Nasslagerplatzes für Schadholz. Besonders von Borkenkäfern betroffene Stämme können hier gelagert und bewässert werden, damit der Schädling abstirbt.

Der Bebauungsplan soll bis zum Ende des Jahres vorliegen, heißt es von Michael Woithe. Damit wird in die detaillierte Planung gegangen. Bürgermeister Dietmar Koark begrüßt das Engagement des Unternehmens ausdrücklich: „Die Synergien zum Industriestandort Schwarze Pumpe sind schon da. Wieso soll das nicht weiter genutzt werden?“

Nun gibt es in Sabrodt schon eine Gastankstelle, die „fast rund um die Uhr genutzt“ wird, wie es heißt. Perspektivisch sei denkbar, Wasserstoff anzubieten. „Wir wollen uns gleich zukunftsfähig aufstellen“, wurde bei der Präsentation betont.

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