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Kostensteigerung und Bauverzug am See

Der strenge Winter hat für eine Unterbrechung der Arbeiten am gesorgt. Nachträge machen den Wasserwanderrastplatz teurer.

Der Winter hat zwischenzeitlich für eine Unterbrechung der Arbeiten am Wasserwanderrastplatz am Geierswalder See gesorgt. Längst wird wieder gewerkelt.
Der Winter hat zwischenzeitlich für eine Unterbrechung der Arbeiten am Wasserwanderrastplatz am Geierswalder See gesorgt. Längst wird wieder gewerkelt. © Foto: Ralf Grunert

Geierswalde. Eine deutliche Kostensteigerung ist bei der Errichtung des Wasserwanderrastplatzes an der Südböschung des Geierswalder Sees zu verzeichnen. Es geht um knapp 600.000 Euro. In der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen (ZV LSS) in dieser Woche war von 2,98 Millionen Euro die Rede, die nunmehr benötigt werden.

Ursprünglich war der Zweckverband von 2,42 Millionen Euro ausgegangen. Mit den Gesamtkosten steigt auch der Eigenanteil, den der Zweckverband als Bauherr beisteuern muss. Statt 354.500 Euro sind es nun 434.400 Euro.

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Die Kostensteigerung resultiert aus verschiedenen Nachträgen. So wurde die Böschungssanierung der LMBV gleich genutzt, um mehrere Dalben für den geplanten Schwimmsteg ins Gewässer einbringen zu lassen, da die notwendige Technik nun mal schon vor Ort war. Allein bei diesem Teilprojekt ist eine Kostensteigerung um rund 77.000 Euro auf 191.000 Euro zu verzeichnen. Darüber hinaus gab es schon im laufenden Baugeschehen Kostenerhöhungen durch Nachträge. Mit Blick auf die Kosten wird permanent nach Möglichkeiten gesucht, diese zu reduzieren, ließ Zweckverbandsgeschäftsführer Daniel Just in der Verbandsversammlung wissen. „Wir wollen nicht die gesamte Summe einsetzen.“

Neben der Kosensteigerung gibt es auch eine starke Verzögerung der Bauarbeiten, so der Hinweis des Geschäftsführers. Geschuldet sei das dem Winter, der diesmal seinem Namen gerecht geworden ist. Bei Bodenfrost konnten keine Tiefbauarbeiten durchgeführt werden. Für das Auftragen des Außenputzes muss das Thermometer mindesten 5 Grad über null anzeigen. Fertiggestellt ist der Rohbau mit Fenstern und Türen. Das gilt auch für den Innenputz. Zu den derzeit laufenden Leistungen gehören zum Beispiel die Elektroinstallation und die Gestaltung der Außenanlagen im Bereich des Bootsliegeplatzes. Mit weiteren Maßnahmen zur Außenanlagengestaltung wird es auch weitergehen. Zudem werden sich die Bauleute mit der Außenfassade befassen. Ein Termin für die Fertigstellung des Wasserwanderrastplatzes, der in Projektträgerschaft durch die LMBV errichtet wird, wurde in der Verbandsversammlung nicht genannt. Daniel Just betonte aber, dass versucht werde, den Einzug der Wasserschutzpolizei als wichtiger Nutzer so schnell wie möglich zu realisieren. Hierbei geht es dem Zweckverband auch darum, zeitnah Einnahmen zu erzielen.

Mit der Errichtung des Wasserwanderrastplatzes in direkter Nachbarschaft zum Vereinsdomizil des 1. Wassersportvereins „Lausitzer Seenland“ wurde Ende August begonnen. Das zweigeschossige Gebäude wird neben der Wache der Wasserschutzpolizei auch das Hafenmeisterbüro beherbergen sowie über einen Sanitärtrakt mit Duschen und Toiletten sowie einen Mehrzweckraum mit Kochgelegenheit verfügen.

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