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Hoyerswerda

Lausitzer Künstler würdigen Skulptur

„Die Liebreizende“ ist bislang 62-mal vergeben worden. Nun bekommt sie eine eigene Ausstellung – Eröffnung ist am 30. Oktober.

Beate Bolender mit ihrer für das Filmfestival geschaffenen „Lubina“.
Beate Bolender mit ihrer für das Filmfestival geschaffenen „Lubina“. © Foto: Filmfestival Cottbus

Von Beowulf Kayser

Cottbus. Sie ist dreifarbig, aus Glas und 30 Zentimeter hoch. Geschaffen wurde die „Lubina“ (vom Sorbischen ins Deutsche übersetzt: „die Liebreizende“) im Jahr 2003 von der Glasgestaltungsmeisterin Beate Bolender aus Kasel-Golzig ganz in der Nähe von Golßen, wo bekanntlich die Spreewaldgurke immer Vorfahrt hat. Seitdem ist die „Lubina“ der ständige Begleiter des Filmfestivals Cottbus. 62 Mal erhielten bisher die Schöpfer des besten Spielfilms, die besten Regisseure und die besten Schauspielerinnen und Schauspieler die gläserne Trophäe in der Cottbuser Stadthalle als höchste Ehrung eines Festival-Jahrgangs. Polnische Filmemacher konnten sich im Jahr 2017 sogar über alle vier der „Liebreizenden“ freuen: für den besten Film, die beste Regie sowie die besten weiblichen und männlichen Darsteller. Das war ein Novum in der langjährigen Geschichte des Mittel- und Osteuropäischen Filmfestivals.

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In diesem Jahr haben die Matadore des 30., also Jubiläums-Festivals, noch einen zusätzlichen Anreiz geschaffen: Erstmals werden die Sieger in den Wettbewerben „Kurzfilm“ und „U18 Jugendfilm“ mit einer kleinen Schwester der „Lubina“ geehrt. In diesem Jahr werden somit insgesamt sechs Preisskulpturen vergeben.

Schon 30 Zusagen

Jetzt hat das Filmfestival Cottbus (FFC) gemeinsam mit der „Galerie Brandenburg“ und der „Galerie Fünf“ die Lausitzer Künstlerinnen und Künstler zu einer speziellen Aktion aufgerufen: Unter dem Motto „LubinaLove“ („LubinaLiebe“) sollen sie die langjährige FFC-Preisskulptur auf ihre Art künstlerisch interpretieren und würdigen. Gefragt sind dabei eigene Kunstformen, wie Skulpturen, klassische Malerei, Zeichnungen oder Fotografie. „Ziel ist es, die Bekanntheit der «Lubina» als Festival-Ikone zu stärken und regionale Kunst zu fördern“, erklärte FFC-Manager Andreas Stein.

Bisher haben bereits knapp 30 renommierte Kunstschaffende ihre Teilnahme an diesem Wettbewerb signalisiert. Dazu gehören unter anderen die „Lubina“-Erfinderin Beate Bolender, Günther Rechn, Dieter Zimmermann und Hans-Georg Wagner sowie Mona Höke, Rita Grafe, Eka Orba, Katrin Meißner und Kathrin Karras. Auch der Hamburger Künstler Nils Peters ist mit dabei. Die geschaffenen Kunstwerke werden vom 30. Oktober bis 21. November 2020 in der Galerie Brandenburg am Großenhainer Bahnhof in Cottbus ausgestellt. Anschließend sollen sie verkauft werden. Die Erlöse kommen gleichermaßen den regionalen Künstlern und dem Filmfestival Cottbus 2021 zugute.

„LubinaLove“: Ausstellung von künstlerischen Arbeiten zur Preisskulptur des Filmfestivals Cottbus, 30. Oktober bis 21. November, Galerien am Großenhainer Bahnhof in Cottbus, Güterzufuhrstraße 7

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