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Lediglich ein „Vorbote für die Gestaltung der Dorfmitte“

Dörgenhausens Ortsvorsteher rechnet frühestens im Jahr 2023 mit einem Baubeginn. Erst einmal müssen Fördermittel her.

Als Dorfmitte bezeichnen die Dörgenhausener den Bereich von der Zufahrt (im Vordergrund) und dem Dorfgemeinschaftshaus (im Hintergrund).
Als Dorfmitte bezeichnen die Dörgenhausener den Bereich von der Zufahrt (im Vordergrund) und dem Dorfgemeinschaftshaus (im Hintergrund). © Foto: Ralf Grunert

Dörgenhausen. Als kürzlich Bagger anrückten und Bauarbeiten auf der Pflasterfläche vor dem Dorfgemeinschaftshaus durchgeführt wurden, fragte sich so mancher Dörgenhausener, ob damit etwa die Umgestaltung der Dorfmitte beginnt. Immerhin wird schon seit 2018 darüber gesprochen, weiß Ortsvorsteher Eugen Diesterheft. Um aber gar nicht erst Gerüchte aufkommen zu lassen, hat er gestern kurzentschlossen die örtliche Presse eingeladen. Er stellte klar, dass lediglich eine Regenwasserleitung verlegt und der Regenwassereinlauf verlängert wurden. Gewissermaßen als „Vorbote für die Gestaltung der Dorfmitte“, wie es der Ortsvorsteher formulierte.

Warten auf Planungsentwurf

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Bei dieser Gelegenheit informierte Eugen Diesterheft auch gleich über den Stand der Vorbereitungen für diese größere Investition, deren voraussichtliche Kosten bei einem Termin mit Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD) im Februar auf rund 300.000 Euro beziffert worden waren. Demnach habe sich der Ortschaftsrat in Abstimmung mit den Vereinen und interessierten Bürgern für eine Gestaltungsvariante entschieden. „Weitere Vorschläge zur Gestaltung wurden in dieser Woche der Stadt mitgeteilt. Wir warten nun auf den endgültigen Entwurf der Planung.“ Der sei die Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können. Momentan liebäugelt man mit einem Fördersatz von 80 Prozent.

Als Dorfmitte wird in Dörgenhausen der Bereich an der Wittichenauer Straße zwischen der Zufahrt zu den Parkplätzen am Dorfgemeinschaftshaus und diesem selbst sowie dem zum gleichen Gebäudekomplex gehörenden Gerätehaus der Ortsfeuerwehr bezeichnet. Es hat über den Daumen gepeilt nicht ganz die Größe eines Fußballfeldes, bietet aber ausreichend Platz für verschiedene Gestaltungselemente. Der bereits vorhandene Schwibbogen ist ein solches. Weitere Elemente existieren derzeit nur in den Köpfen.

Platz für Mini-Weihnachtsmarkt

Eugen Diesterheft spricht unter anderem von einer Stele mit der Dorfchronik in deutscher und sorbischer Sprache, von einem mit Granitstelen gestalteten Eingangsbereich, von der Attrappe einer Wasserentnahmestelle und von Obstbäumen. Zwei Sitzgruppen sind geplant, eine direkt am Dorfgemeinschaftshaus, für die andere wird das alte Feuerwehrspritzenhaus weichen müssen. Sitzgelegenheiten sind auch auf der Rückseite des Feuerwehrgerätehauses angedacht, so der Ortsvorsteher. Auch eine Milchrampe soll es geben, jedoch nicht direkt in der Dorfmitte, sondern auf ihrem ursprünglichen Platz, keinen Steinwurf entfernt, auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Und schließlich ist auch die Verlegung der Parkplätze vorgesehen. Die so entstehende Freifläche direkt am Dorfgemeinschaftshaus könne als Stellplatz für das Bäckerfahrzeug oder auch für einen Mini-Weihnachtsmarkt genutzt werden.

Die Ideensammlung geht weiter

Aber noch ist nichts in Stein gemeißelt, wie es so schön heißt. Eugen Diesterheft hat vor, die Dörgenhausener über den Sommer mit der Entwurfsplanung vertraut zu machen und weitere Ideen zu sammeln. Im Herbst sollen die Fördermittel beantragt werden. Als realistischen Termin für den Baustart nennt er das Jahr 2023, immer vorausgesetzt, dass Fördermittel fließen.

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