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Leipziger Künstlerin mit Kontakt zur Heimat

Susanne Renner-Schulz stellt im Bürgerzentrum Braugasse aus – mit zwei anderen Lausitzern.

Susanne Renner-Schulz vor ihren Tuschezeichnungen im Bürgerzentrum Braugasse 1.
Susanne Renner-Schulz vor ihren Tuschezeichnungen im Bürgerzentrum Braugasse 1. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Von Hoyerswerda in die Welt gehen nach der Schulausbildung viele junge Leute und 1999 war Susanne Renner-Schulz unter ihnen. Zuerst erlernte die künstlerisch begabte junge Frau in Plauen den Beruf der Gestaltungstechnischen Assistentin im Fachbereich Grafik.

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Danach überzeugte ihre Kunstmappe sofort die Dozenten der Bauhaus Universität Weimar und sie konnte dort Freie Kunst studieren. Heute lebt Susanne Renner-Schulz in Leipzig als Künstlerin und lehrt als freie Dozentin an einer Kunstschule.

Doch Kunst faszinierte schon die kleine Hoyerswerdaerin Susanne, als sie einmal im Kindergarten ihr eigenes Bild neben anderen an der Wand hängen sah. Sie zeichnete und malte immer gern, besuchte Kunstkurse in der KulturFabrik (KuFa) und konnte ihre künstlerischen Neigungen auch zu Hause ausleben. Später besuchte sie den Kunstleistungskurs am Foucault-Gymnasium und probierte unter Anleitung ihrer damaligen Kunstlehrerin Ines Lenke viele künstlerische Techniken aus, erinnert sich Susanne Renner-Schulz. Das Projekt „Kunsthaus“, als alle Teilnehmer dieses Kurses einen Raum in einem Haus in der Altstadt gemeinsam gestalten durften, ist für sie immer noch eine besondere Erinnerung. Ines Lenke habe damals ihre Begabung erkannt und sie bestärkt, Kunst zu studieren, sagt Susanne Renner-Schulz.

Schön war es, als das mit dem Studium der Freien Kunst geklappt hat, denn „damit rechnet man ja nicht.“ In Weimar musste sie sich erst einmal daran gewöhnen, ohne Vorgaben eigene Themen zu finden und diese zu realisieren. Dazu kamen regelmäßige Diskussionen mit Dozenten und Kommilitonen über ihre Kunstwerke und die Beweggründe für bestimmte Arbeiten. Sie hinterfragte intensiv ihr Schaffen, lernte, mit Kritik umzugehen und entwickelte die eigene Bildsprache, das Umgehen mit Formen und Farben weiter. All dieses Wissen nutzt die heute 40-jährige Diplom-Künstlerin, wenn sie Bilder malt oder in ihren Kunstkursen behutsam Interessierten künstlerische Techniken nahe bringt.

Viele Gemälde und Zeichnungen in verschiedenen Techniken muss sie schaffen, um sich jedes Jahr an Ausstellungen beteiligen zu können. Diese finden meistens in Leipzig statt, aber auch immer wieder in der KuFa oder im Schloss Hoyerswerda, weil Susanne Renner-Schulz ihre künstlerischen Wurzeln, Freunde und Familie in der Stadt hat. Noch bis zum 1. November gestaltet sie mit den ebenfalls in der Lausitz geborenen Künstlern Egbert Kasper und Ines Diederich die 19. Kunstraumausstellung der KuFa „in between“. Plastiken, Druckgrafiken, Gemälde oder Tuschezeichnungen sind in den Fluren des Bürgerzentrums Braugasse 1 zu sehen. In der Natur Erfahrenes ist der Ausgangspunkt für die gezeigten Arbeiten, erklärte Ausstellungskurator Michael Kruscha auf der gut besuchten Vernissage.

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