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Hoyerswerda

LHV Hoyerswerda vergibt zu viele Chancen zum Sieg

SC-Handballerinnen siegen clever

Kein Durchkommen für Hoyerswerdas Nils Nitzsche – Zwenkaus Deckung agierte äußerst clever und vereitelte (zu) viele LHV-Chancen.
Kein Durchkommen für Hoyerswerdas Nils Nitzsche – Zwenkaus Deckung agierte äußerst clever und vereitelte (zu) viele LHV-Chancen. © Foto: Werner Müller

Sachsenliga Handball Männer

LHV Hoyerswerda 26 (14)
Germania Zwenkau 28 (14)

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Es ist wie verhext – der LHV kann sein Saison-Eröffnungsspiel der Handball-Sachsenliga nicht mehr gewinnen.

Das erste Tor erzielten die Gäste. Die LHVer waren aber nicht geschockt und spielten ihren Angriff gut aus, so dass dieser nur auf Kosten eines Strafwurfes gestoppt werden konnte. Ben Krahl trat an und – verwarf diesen. Zu diesem Zeitpunkt wusste keiner, dass dies die Achillesferse im LHV-Spiel werden würde.

Die Zwenkauer kamen zunächst besser ins Spiel und konnten auf 3:1 erhöhen, ehe vor allem Patrick Michel im LHV-Angriff in Erscheinung trat. Die LHV-Treffer 2 bis 7 dieser Partie gingen auf das Konto des Hoyerswerdaer Linkshänders, so dass sich die Zuse-Städter ein 7:5 erspielen konnten. Die Gäste holten sich durch drei Treffer in Folge die Führung zurück – 8:7. Dies lag nicht an einem schlechten Spiel der LHVer – vielmehr sündigten sie mit ihren Chancen. Das Torhüterduell ging in dieser Begegnung ganz klar an die Zwenkauer. Dennoch blieb es ein Spiel absolut auf Augenhöhe. Mit einem 14:14-Gleichstand ging es in die Pause.

Auch in Hälfte 2 wurden beste Torchancen reihenweise vergeben. Die Abwehr musste immer wieder hart kämpfen, aber irgendwie ging trotzdem fast jeder Wurf aufs LHV-Tor rein. Bis zum 24:24 wog die Partie hin und her. Dann kam eine Schrecksekunde im Spiel, als Hoyerswerdas Tony Jäschke, der ein gutes Spiel machte, den Ellenbogen des Gegenspielers ins Gesicht bekam. Sichtlich benommen verließ er das Feld und wurde mit dem Krankenwagen zur Kontrolle ins Lausitzer Seenlandklinikum gefahren. Diesen kurzen Schockmoment nutzten die Gäste, um sich auf 26:24 abzusetzen. Aber auch jetzt hatten die Zuse-Städter die Chance auf eine schnelle Antwort – verloren aber den Ball und bekamen das nächste Gegentor zum 24:27.

Jetzt wurde die Abwehr vollständig geöffnet, um noch alles zu versuchen, aber die Gäste agierten nun sehr clever. Die Hoyerswerdaer erwischte es wie in fast jeder Saison mit einer Auftaktniederlage, die LHV-Trainer Conni Böhme so zusammenfasste: „Wir hatten uns sehr viel vorgenommen ... Vielleicht war bei allen die Anspannung zu groß. Spielerisch war das schon nicht so schlecht. Wenn man aber so viele freie Würfe liegen lässt und auch keine gute Torhüter-Quote hat, wird es schwer. Aber das Wichtigste für mich ist, dass Tony nicht schlimmer verletzt ist.“ Am kommenden Sonnabend tritt das Team bei den LVB in Leipzig an. (LHV)

LHV Hoyerswerda: Henry Schacht, Niclas Schäfer – Nils Nitzsche (4), Dario Feuerriegel (3), Tobias Sieber (2), Stan Altmann, Tony Jäschke (1), Ben Krahl (2), Ben Nitzsche (1), Alexander Canbek, Gary Biele (3), Patrick Michel (10/3), // Trainer/Betreuer: Torsten Tschierske, Conni Böhme, Christian Bartoszek, Franziska Gburek

Sachsenliga Handball Frauen

HSG Neudorf/Döbeln 25 (10)
SC Hoyerswerda 26 (10)

Nach kurzer knackiger Erwärmung war Hoyerswerda gleich mit dem ersten Angriff erfolgreich. In der Folge ging es immer wieder hin und her: gelang der HSG die Führung (5:3 / 12. Minute) zog der SC sofort nach und eroberte die Führung zum 6:5 zurück (15.). Zwar gingen dann immer wieder die Frauen aus Döbeln mit einem Tor in Führung, absetzen konnten sie sich jedoch nicht, so dass es mit 10:10 in die Kabine ging. Stärkste Hoyerswerdaer Werferin war Betty Kulke – fünf Tore. Eine ebenso gute Leistung erreichte Charlott Schöps in der zweiten Halbzeit mit ebenfalls fünf Toren sowie guten Zuspielen an den Kreis. Nachdem es bis zur 53. Minute einen Schlagabtausch auf Augenhöhe gegeben hatte (12-mal Gleichstand bis dahin), konnten sich nach einer HSG-Auszeit die Zusestädterinnen mit zwei Toren absetzen. Ausschlaggebend war die diszipliniert agierende Defensive genauso wie das Zutun beider Torfrauen. Auch die letzte von insgesamt acht Unterzahlsituation wurde clever und vor allem zeitintensiv gelöst. Aus dieser Unterzahl ging der SC sogar noch mit der höchsten Führung im Spiel von drei Toren (26:23 / 57.) hervor. Die Gastgeber konnten zwar noch verkürzen, aber nicht mehr ausgleichen – ein 26:25 für Hoyerswerda stand beim Schlusspfiff auf der Tafel.

Kommenden Sonnabend möchte der SC Hoyerswerda auch sein Heimpublikum begeistern. 18.30 Uhr ist Anpfiff gegen den HSV Marienberg in der BSZ-Halle. (JöW)

SC Hoyerswerda: Nicole Seidel, Jessica Hubatsch – Nadja Irmisch (2), Leonie Klösel, Greta Schmidt (2), Janine Hattliep, Marie Grabsch, Monique Meißner, Laura Rosemann (4), Charlott Schöps (6), Marie Rubin (4), Josephine Lutz, Nadine Krebs (1), Betty Kulke (7)

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