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LKA ermittelt zu totem Wolf

Vor einem Monat wurde bei Spreewitz ein Tier mit Kopfverletzungen gefunden. Es war eine illegale Tötung.

© Symbolfoto: www.pixabay.com

Spreetal/Spreewitz. Bereits vor einem Monat, am 28. Januar, ist dem mit dem Wolfsmonitoring beauftragten Lupus-Institut ein toter Wolf in einem Wassergraben in der Ortslage Spreewitz gemeldet worden. Das bestätigt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Sprecherin Karin Bernhardt erläutert weiter: „Beim Bergen des Tieres wurde festgestellt, dass der Wolf am Schädel verletzt war.

Daraufhin ist das Tier am Morgen des 29. Januars zur Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gebracht worden. Die Untersuchung bestätigte den Verdacht einer illegalen Tötung. Deshalb hat Lupus unmittelbar das Landeskriminalamt (LKA) informiert, das die Ermittlungen aufgenommen hat.“ Angaben dazu, um welche Art von Verletzung es sich handelt und wie der Wolf zu Tode gekommen ist, macht das Amt bewusst nicht und verweist auf das LKA. Verschiedene Medien berichten von einer Schussverletzung.

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Bei dem toten Wolf handelt es sich laut Karin Bernhardt um den Vaterwolf aus dem Territorium Neustadt/Spremberg in Brandenburg. Da der Wolf in Sachsen aufgefunden wurde, ermittelt das sächsische Landeskriminalamt.

Seit 2006, als in Sachsen der erste Wolf tot aufgefunden wurde, hat sich die Zahl der Totfunde auf 133 erhöht. Mit jeweils über 20 toten Wölfen ragen dabei die beiden letzten Jahre heraus. Alle Totfunde werden nach einem standardisierten Verfahren am Leibniz-Institut untersucht. Die meisten dieser Tiere starben infolge von Verkehrsunfällen. Zehn Tiere wurden aber nachweislich illegal getötet, einige davon in den Wäldern im Bereich Hoyerswerda-Lohsa. Wie hoch die Dunkelziffer ist, ist unklar.

https://www.wolf.sachsen.de/tote-woelfe-4964.html.

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