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Hoyerswerda

Malerische Taktik im Branitzer Park

Beim vorletzten Rennen der Niederlausitzcup-Laufserie war Hoyerswerda sehr gut dabei.

Ulrich Standtke beim Zieleinlauf im Branitzer Park. Mit seinem achten Wertungsrennen erfüllte er die Niederlausitzcup-Norm. Der Lauftreff Lausitz Hoyerswerda lieferte viele gute Ergebnisse.
Ulrich Standtke beim Zieleinlauf im Branitzer Park. Mit seinem achten Wertungsrennen erfüllte er die Niederlausitzcup-Norm. Der Lauftreff Lausitz Hoyerswerda lieferte viele gute Ergebnisse. © Foto: Manfred Grüneberg

Von Manfred Grüneberg

Cottbus. Er zählt sicher zu den attraktivsten Laufwettkämpfen unserer Region. Er ist einer der ältesten hiesigen Läufe. Und er hält immer ein beeindruckendes Farbenspiel bereit. Die Rede ist vom Branitzer Parklauf, dessen „Teil 1“ jährlich das erwachende Frühjahr widerspiegelt (corona-bedingt wurde 2021 der Jubiläums-Lauf am 14. August nachgeholt). Der zweite Teil des Branitzer Parklaufes ist wiederum ein ganz besonderer Laufsteg für Aktive, sich bei Schritten in den Goldenen Herbst zu zeigen. So war es auch diesmal. 230 Laufbegeisterte folgten am vergangenen Wochenende der Zauberformel aus sportlicher Ausdauer und prächtigem Naturschauspiel. In rasantem Tempo und einer ganz starken Zeit von nur 34 Minuten machten die jungen Cottbusser Beimler-Brüder den 10-km-Sieg unter sich aus. Auch der 1. Platz bei den Damen über 5 km ging in 19 Minuten an eine Cottbuserin: Ines Köhler.

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Wesentlich entspannter genossen die M-75-Läufer Peter Brüggemann vom SC Hoyerswerda (01:02 h) und Ulrich Standtke vom Hoyerswerdaer Lauftreff Lausitz (LTL) nach 01:11 h über 10 km ihre Podestplätze. Ihren allerersten Laufwettkampf feierte die 13-jährige Neele Vetter aus Weißwasser: Sie erreichte über 5 km das Ziel in 43 Minuten. Erfreulich war das Zeichen, das 31 junge Sportler „unter zwanzig“ mit ihrer Teilnahme für die Entwicklung des Ausdauerlaufes setzten.

Ein erwartetes spannendes Duell lieferten sich auch die LTL-Handicap-Läufer Rainer Schlachte und Stefan Mandrossa in ihrem bereits fünfzehnten Niederlausitzcup-Wertungsrennen. Nur ein Punkt trennt beide in ihrer Altersklasse M 35 von der angestrebten Bronzemedaille. Während Schlachtes Schlachtplan in der unermüdlichen Tempoverschärfung nach ruhigen Laufphasen lag, gestaltete Mandrossa in beeindruckender Gleichmäßigkeit sein Rennen. So wechselte die Führung auf der langen 10-km-Strecke zwischen beiden dutzende Male, ohne dass einer abreißen lassen musste. Auch am höchsten Punkt der zwei Rundenstrecke an der Fürst-Pückler-Land-Pyramide konnte sich keiner absetzen. So vertagte sich die Entscheidung bis auf den letzten Kilometer. Schlachtes letzter Tempoanzug fiel am Parkausgang zu kurz aus. Mandrossa hingegen nutzte die anschließende lange Straßenpassage und vergrößerte den Abstand zusehends. Mit 1:21 h gewann Mandrossa das LTL-Duell in persönlicher Jahresbestzeit, und Schlachte blickte nach 1:23 h schon wieder auf das letzte Duell am 4. Dezember beim Nikolauslauf in Senftenberg voraus.

Bleibt die große Frage: Wie sieht es am Ende in der Gesamt-Vereinswertung aus? Noch steht ja ein Lauf der Serie aus – am 4. Dezember der besagte Nikolauslauf. Der Lauftreff Lausitz geht dabei nicht mit den schlechtesten Karten an den Start: Man führt mit 370 Punkten vor dem LTSV Forst 1990 (257) und den 4BestenseeRunners (249); dahinter rangieren sich auf den Plätzen bis Nr. 10 des Achtundzwanziger-Feldes der Clubwertung ein: der NLLB Cottbus (152,6), die Kiez-Läufer Cottbus (117,5), der SV Wacker Komptendorf (113,5), der FLB Cottbus (109), der SV Großräschen (107), der MSV Tripoint Frankfurt (Oder) (103) und der Citylauf-Verein Dresden (89). Was wie eine klare Sache aussieht, muss es durchaus noch nicht sein. Ein letzter Lauf hat schon manchmal alle Prognosen über den Haufen geworfen ... (Statistik mit JJ)

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