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Hoyerswerda

Martinstag schafft Gemeinschaft

Der Umzug führte dieses Jahr nur durch Hoyerswerdas Neustadt. Start und Ziel war am King-Haus.

Pfarrer Jörg Michel und seine Begleiter trugen Laternen beim Martinsumzug.
Pfarrer Jörg Michel und seine Begleiter trugen Laternen beim Martinsumzug. © Foto: Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Wenn der Posaunenchor Hoyerswerda „Laterne, Laterne - Sonne Mond und Sterne“ spielt, treffen sich Kinder und ihre Familien vor dem Martin-Luther-King-Haus zum Umzug am Martinstag. Die Teilnahme ist für den zweijährigen Lewin und seinen Vater eine Premiere, denn beide kennen diesen christlichen Brauch noch nicht. Aufmerksam verfolgen sie wie viele andere Menschen das Martinsspiel der Katechetin Silke Linke. Diese stellt den römischen Soldaten Martin dar, der seinen warmen Umhang mit einem frierenden Bettler teilt. Nachdem Martin von seinem Vorgesetzten für die gute Tat kritisiert wurde, verließ er die Truppe. Er lebt nun als Mönch und kümmert sich in selbstloser Weise um die Armen. „Später wird er zum Bischof ernannt und nach seinem Tod heiliggesprochen“, erzählt Silke Linke.

Wegen der Corona-Pandemie führt der Martinsumzug diesmal nur durch die Neustadt. Dabei sind aber auch Vertreter der Johanneskirchengemeinde. Zwei Brüder tragen stolz ihre hübschen Laternen, und der fünfjährige Vincent erzählt, dass er seinen Lampion im Kindergarten gebastelt hat. Er ist mit zwei großen getrockneten Blättern dekoriert, die im Licht des Glühbirnchens gut sichtbar sind. Die Jungs werden von ihren Eltern begleitet, denen solche Gemeinschaftserlebnisse mit der Familie wichtig sind. Vivian ist mit ihrer Mutter und Verwandten gekommen, denn allein macht so ein Umzug keinen Spaß. Statt eines Lampions hat sie eine helle Taschenlampe mitgebracht. „Das ist auch Licht, das zu anderen Menschen leuchtet“, sagt Vivian. Teilen gehört zum Selbstverständnis der Zehnjährigen, denn manchmal gibt sie ihrer Freundin in der Schulpause einen Knoppers ab.

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Die extra von der Marokkanerin Naima El Houzi gebackenen Fladenbrote haben dem Martinstag ein internationales Flair verliehen. Am Schluss der Veranstaltung hat Pfarrer Jörg Michel alle Anwesenden eingeladen, das Brot miteinander zu teilen und so Gemeinschaft zu spüren.

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