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Mehr Aufmerksamkeit für den Lokalsport, bitte!

Am 13./14./15. August startet die Fußball-Saison 2021/22. Wir fragten Veit Nowotnick, Trainer des LSV Bergen 1990 (Kreisoberliga Westlausitz).

Veit Nowotnick
Veit Nowotnick © Foto: Werner Müller

Von Werner Müller

Gab es trotz des Saisonabbruchs wegen Corona auch etwas Positives in der letzten Saison?

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Wir hatten keine corona-bedingten Abgänge oder Abmeldungen. Dies gilt für den gesamten Verein, was uns sehr stolz macht. Positiv ist vor allem, dass alle Männer-Teams noch enger zusammengerückt sind, dass wir eine gute, offene und kritische Kommunikation im Verein haben und dass wir zuversichtlich und hoch motiviert in die neue Saison gehen. Wir sehen in der neuen Saison die große Chance, den LSV Bergen weiter zu entwickeln. In diese Entwicklung werden wir im Sinne unserer Vereinsphilosophie und Grundsätze viel Kraft investieren, um erfolgreich zu sein, und, wie es unser Vereinspräsident Michael Uhlig formuliert hat, „... unserem Umfeld und den Fans zeigen, dass wir Spaß am Fußball und es einfach drauf haben“.

Aber es gab ja gewiss auch „Fehlstellen“ während dieser Zeit ...

Man merkte sicher, wie sehr der Sport als Ausgleich fehlt. Deswegen wohl auch dieser Boom beim Einzelsport in Deutschland als Reaktion. Dass der Profisport vielfach weiter machen durfte, hat viele Amateursportler nachdenklich gemacht. Hoffentlich auch viele „Konsumenten“, nämlich die Zuschauer. Ist da nicht schon lange ein Ungleichgewicht entstanden? Ist der Profisport über- und ist der Sportverein „um die Ecke“ unterbewertet? Beim kleinen Verein zählt jeder Zuschauer, in der Bundesliga vor allem das „Fernseh-Geld“ ...

Wie ist der Verein durch die Corona-Zwangspause gekommen?

Wirklich gut ist doch keiner, auch kein Team, durch diese Sache gekommen. Ich habe es auch bei Nachwuchsmannschaften bemerkt: so ziemlich alle Ideen und Spiele per Videos oder was man sich sonst noch hat einfallen lassen, liefen doch irgendwann aus. So nüchtern muss man da sein. Das Spiel auf dem Rasen, „live und in Farbe“, persönliches Spielen oder Dabeisein als Zuschauer, ist eben durch nichts zu ersetzen.

Wie sieht es finanziell aus?

Wir stehen auf gesunden Füßen. Unsere Sponsoren haben treu zum Verein gehalten.

Hat der Verein die „spielfreie Zeit“ genutzt, um Bauliches auf seinen Anlagen zu tun?

Die Sanitäranlagen und Duschen im Vereinshaus wurden erneuert.

Was wünschen Sie sich als Konsequenz aus der Corona-Zeit?

Ich hoffe, und das nicht nur für den Fußball, auf mehr Aufmerksamkeit für den Lokalsport. Wir freuen uns, dass wir bemerken, dass trotz der langen Pause die Begeisterung bei Spielern und Zuschauern für den Fußball noch vorhanden ist – und wir wünschen uns, das dass auch in der Lokalpresse zu sehen ist.

Wer waren die Stützen der Mannschaft in der vergangenen Saison?

Schon über Jahre hinweg Kapitän Stefan Koark, Torhüter David Weidauer sowie die erfahrenen Defensivspieler wie Nils Perlitz, Robby Hiller und Marcel Zwahr. Vergessen sollte man aber auch nicht David Pohl, Tobias Passeck und Alexander Runschke.

Hat sich das Gesicht der Mannschaft verändert?

Ja, sehr. Auch wenn einige Stützen noch da sind, man darf schon von einem Umbruch sprechen. Andreas Jordan hat seine Karriere beendet, André Lupp und Mathias Stoyan wechseln zum SV Laubusch, Benjamin Hoßmang und Martin Hoßmang gehen beide zum Hoyerswerdaer FC. Andererseits gibt es auch Zugänge. Ich bin wieder „an Bord“; Max Behring, Daniel Passeck und Marcel Colditz haben sich nach mehr oder weniger langer Pause dem LSV an- beziehungsweise wieder angeschlossen. Echte Neuzugänge sind Marco Britschka und Daniel Stramke, die von der SpG Laubusch/ Bluno (Seenlandkicker) zu uns stoßen, und Adrian Lucia vom FC Insel Usedom.

Wie heißt die Saison-Zielstellung?

Für uns geht es vorrangig um den Erhalt der Kreisoberliga in der Elsterheide, also nicht nur in Bergen, sondern in der Einheitsgemeinde! Dessen müssen sich alle im Verein und im Umfeld bewusst sein! Natürlich werden wir auf die Entwicklung der Teams und Spieler achten. Das Jahr wird spannend. Aber das Ziel heißt ohne Umschweife: Klassenerhalt!

Welches Vorbereitungsprogramm gibt es beim LSV Bergen 1990?

Wir trainieren, wie gewohnt, zwei- bis dreimal die Woche. Die Testspiele sind beziehungsweise waren dabei zusätzlich wichtiger Bestandteil zur Vorbereitung auf die Saison und haben Aufschlüsse gegeben, wie wir in die neue Spielzeit starten und wo noch nachjustiert werden muss.

Was wird das „Spiel des Jahres“ für den LSV Bergen 1990?

Ein echtes Derby oder Prestigeduell haben wir nicht. Natürlich haben Spiele gegen Ralbitz/Horka ihren Reiz. Und auch die gegen den Hoyerswerdaer FC – der ist ja nur wenige Kilometer entfernt ansässig.

Gibt es einen Schlachtruf / Kabinenspruch oder Vor-dem-Anstoß-Ritus beim LSV Bergen 1990?In der Kabine nicht. Was im Kreis vor dem Anpfiff gesagt wird, ist Sache unseres Kapitäns. Da halt’ ich mich raus.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Welchen Spieler hätten Sie gerne in Ihrer Elf?

Wir brauchen keine großen Stars. Denn der Star ist schon seit Jahren die Mannschaft des LSV Bergen 1990. Obwohl: ein Dieter Eilts in Topform – der würde schon gut zu uns passen ...Ein Tipp:

Wer wird Deutscher Fußballmeister 2021/2022?

Wie immer, leider, Bayern München.

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