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Hoyerswerda

Mini-Kugelgürteltier zog ins Tropenhaus ein

Besucher des Hoyerswerdaer Zoos müssen Geduld haben, wenn sie Arthur sehen wollen.

Gleich nach dem Einzug in die Anlage im Tropenhaus begab sich Arthur, das gerade mal einen Monat alte Kugelgürteltier, auf Erkundungstour.
Gleich nach dem Einzug in die Anlage im Tropenhaus begab sich Arthur, das gerade mal einen Monat alte Kugelgürteltier, auf Erkundungstour. © Foto: Zoo Hoyerswerda

Hoyerswerda. Der Nachwuchs der Südlichen Kugelgürteltiere Gwendolyn und Günther ist in der letzten Woche ins Tropenhaus des Hoyerswerdaer Zoos eingezogen. Arthur, wie das Jungtier mittlerweile heißt, wohnt ab jetzt gemeinsam mit seiner Mama Gwendolyn in der Anlage von Papa Günther. Besucher können sich nun vom Mini-Gürteltier abschauen, wie das mit der Ganzkörperkugel so funktioniert.

Für den Umzug musste das männliche Elterntier allerdings ausziehen, heißt es in einer Pressemitteilung der ZooKultur. „Für Günther wäre der Nachwuchs eher ein Konkurrent, und das Zusammenleben würde für alle drei Gürteltiere Stress bedeuten“, erklärt Reviertierpflegerin Carolin Adler. Für den Einzug von Mutter und Kind wurde die Anlage noch einmal auf Vordermann gebracht und mit kleinen Leckerbissen – Mehlwürmern – im frischen Sand bestückt. Mama Gwendolyn hatte deshalb auch gar keine Augen mehr für den Nachwuchs, und so ging Arthur munter auf Erkundungstour und tauchte regelrecht im Sand ab. Die Mehlwürmer interessierten ihn dabei eher kaum, denn noch wird das einen Monat alte Jungtier gesäugt. Erst mit zehn Wochen wird er langsam entwöhnt. Ab einem Alter von drei Monaten ist es dann schon ein selbstständiges Gürteltier. Die vielen neuen Gerüche in der Anlage fand Arthur sehr spannend. Nach kurzer Zeit war die neue Schlafhöhle erobert.

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Der Nachwuchs wiegt jetzt schon 385 Gramm und hat damit sein Geburtsgewicht mehr als verdreifacht. Er ist die Erstnachzucht dieser Art im Zoo Hoyerswerda. Die Elterntiere leben selbst erst zwei Jahre im Zoo Hoyerswerda.

Für Besucher des Jungtieres der Südlichen Kugelgürteltiere gilt es, Geduld zu haben. Noch gewöhnt er sich ein und ruht gern in seiner Schlafhöhle. Beim Zoospaziergang lohnt sich daher ein mehrmaliger Halt an der Anlage im Tropenhaus. (pm/rgr)

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