merken
PLUS Hoyerswerda

Mit Ball und Speer

In Hoyerswerda konnten Grundschüler diese Woche verschiedene Sportarten ausprobieren.

Die Beachvolleyball-Anlage an der Straße des Friedens war diese Woche einer der Schauplätze der ersten Hoyerswerdaer Feriensportwoche.
Die Beachvolleyball-Anlage an der Straße des Friedens war diese Woche einer der Schauplätze der ersten Hoyerswerdaer Feriensportwoche. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Wie war das gleich noch mit dem Positionswechsel beim Volleyball? Und wer spielt wem zu? Eine Gruppe von Grundschülern hat diese Woche zunächst in der Turnhalle des Hoyerswerdaer Foucault-Gymnasiums und dann auch noch auf der Beachvolleyballanlage im Stadtzentrum die Grundzüge des Spiels gelernt: Aufschlag, Pritschen, Baggern.

„Sie sollen auch das Spielsystem durchschauen“, sagt Cordula Göbel. Gemeinsam mit Harald Fey und Gregor Schillmann hat sie am Mittwoch den mehrstündigen Schnellkurs erteilt. Die drei sind Trainer bei den Volleyballfreunden Blau-Weiß.

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

Der Verein beteiligte sich an der Premiere eines Angebots des Sportbundes Lausitzer Seenland – Hoyerswerda. Bei der „Feriensportwoche“ spielte der Dachverband der hiesigen Sportvereine einen echten Trumpf aus: Seine mehr als 40 institutionellen Mitglieder haben jede Menge unterschiedlicher Sportarten im Portfolio. Diese Vielfalt sollte nun den besagten Kindern zugutekommen. „Voll cool, wir haben den Aufschlag gelernt“, kommentierte Grundschülerin Piper den Volleyball-Lehrgang.

Er war Bestandteil einer ganzen Woche mit Schnupper-Angeboten. Am Montag zum Beispiel fand Vincent aus der Lindenschule Gefallen am Speerwerfen: „Es ist ein schönes Gefühl, wenn er weit fliegt.“ Trainer des 1. SV Leichtathletik waren mit den Mädchen und Jungen im Sportforum zugange. Tags darauf übten die Kinder mit dem SC-Tanzclub Schwarz-Gold in der Sporthalle im WK VI. „Ich liebe Tanzen“, stellte Mia aus der Adler-Schule fest.

Unerwartet großes Interesse

Am Donnerstag stand in der Johanneums-Turnhalle dank des Budosportvereins Kampfsport auf dem Programm. „Davon waren die Kinder richtig begeistert“, sagt Sportbund-Geschäftsführerin Janine Hattliep. Und die Woche endete am Freitag mit Handball. Der LHV lud zunächst in die Turnhalle des Berufsschulzentrums und dann zum Freiluftspiel ins Jahnstadion ein. So lernten die Grundschüler nicht nur verschiedene Sportarten, sondern auch gleich noch verschiedene Sportstätten kennen.

Als der Sportbund im Mai die Ausschreibung für eine Anmeldung zum sportlichen Ferienauftakt veröffentlicht hatte, war die Spannung enorm: Wie groß würde wohl das Interesse sein? Nach wenigen Tagen waren die 20 Plätze weg. „Wir sind überwältigt“, teilte der Sportbund im Juni mit. Man hätte, sagt Janine Hattliep, locker vier oder fünf Durchgänge füllen können.

Für 90 Euro pro Kind gab es Sport, Verpflegung und zum Abschluss auch noch eine Urkunde, ein blütenweißes T-Shirt mit Sportbund-Logo sowie ein Fotoalbum. Zusätzlich waren auch einige Ferienlager-Attraktionen organisiert. Das Tisch-Soccer-Turnier etwa fand ebenso guten Anklang wie der sportliche Hindernis-Parcours mit luftgefüllten Geräten vom Kinderland Böhm. Ganz zu schweigen von der Wasserbomben-Schlacht! Das Ansinnen des Programms: Da es in der Stadt durchaus mehr Angebote als Kinder dafür gibt, sollten die Jungen und Mädchen mit den Vereinen zusammengebracht werden. Denn Potenzial gibt es immer. Von jungen Leuten, die einen Großteil der Freizeit vor dem Computerbildschirm oder mit der Spielkonsole zubringen, hört man ja immer wieder.

Hoffnung auf Zuwachs

Timon etwa sagt von sich, er sei ein Stubenhocker – obwohl er gern mit dem Longboard fährt. Das Schwimmen beim SSV wurde dem Jungen von der Elster-Schule irgendwann fad. Nun dachte er sich: „Vielleicht ist ja etwas dabei, das mir Spaß macht.“ Darauf bauen auch die Teilnehmer-Vereine. „Es wäre schon schön, wenn von den zwanzig Kindern nach den Ferien ein paar an der Turnhallentür klopfen“, sagt Hagen Schmaler von den Volleyballfreunden. Weil die U 12 zu zweit, die U 13 zu dritt und die U 14 zu viert spielt, braucht es ordentlichen personellen Unterbau, damit bei den Älteren dann auch sechsköpfige Mannschaften zustande kommen.

Mehr zum Thema Hoyerswerda