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Hoyerswerda

Mit Challenges durch die Corona-Zeit gekommen

Am 14. August startet die Fußball-Saison 2021/22. Wir fragten Falk Weichert, Trainer des SV Zeißig in der Landesklasse Ost.

Falk Weichert
Falk Weichert © Foto: Werner Müller

Von Werner Müller

Herr Weichert – gab es trotz Corona auch Positives in der letzten Saison?

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Laut Tabelle waren wir zwar Vorletzter beim Saison-Abbruch. Aber die Spiele, die wir noch zu absolvieren gehabt hätten, gaben Anlass für eine günstige Prognose. Alle Spieler waren frohen Mutes. Aber der Ausfall ist nun nicht zu ändern.

Was bleibt vom letzten Jahr?

Die Entwicklung der Mannschaft geht in die richtige Richtung. Die Jungs sind gewillt, an sich zu arbeiten. Vor allen Dingen arbeiten wir da als Mannschaft weiter zusammen. Selbst in der Corona-Zeit stand die Mannschaft zusammen.

Wie hat sich das Team da motiviert?

Wir haben zwar relativ spät angefangen, nach dem Corona-Stopp wieder etwas gemeinsam zu unternehmen, aber wir haben uns dann durchaus originelle Dinge einfallen lassen. Etwa die Lauf-Challenge. Die Mannschaft sollte 1.000 Kilometer in zwei Wochen laufen. Gestaunt habe ich über Yannick Noack und René Guroll, die in dieser Zeit mehr Kilometer geschafft haben als ich in einem halben Jahr. Das Team hat die Vorgabe nicht ganz geschafft – und „durfte“ deshalb das Trainerteam zum Essen einladen. Bei der Familien-Challenge wurde der Vorstand herausgefordert. Die Prämie für die Erfüllung der Aufgaben bekam aber nicht die Mannschaft, sondern es wurden für zehn Kindergärten der Region Bälle organisiert. Das Ziel wurde locker geschafft und zur Freude der Kinder konnten insgesamt 50 Bälle übergeben werden.

Wer waren die Stützen der Mannschaft?

Wir haben keinen Ausnahmespieler wie vor Jahren Torjäger Andreas Kober. Bei uns läuft immer alles über das Kollektiv. Beispielhaft ist da etwa Bruno Laser, der aus Dresden mit viel Trainingsfleiß zum Training und zu den Spielen kommt. Motivierend in der Kabine und auf dem Platz war die Hilfe von „Urgestein“ Tony Bach, der als Co-Trainer den direkten Draht zur Mannschaft hat. Er ist für alle in der Mannschaft eine echte Galionsfigur. Sein Wort hat Gewicht und ist Gesetz.

Wie sieht es finanziell beim SVZ aus?

Über Jahre hinweg hat der Verein ein gutes Finanzkonzept und steht auf sicheren Füßen. Auch Corona führte nicht dazu, dass der Verein Existenzängste haben muss. Da muss man vor allem auch den Sponsoren danken, die „zur Stange gehalten haben“.

Hat der Verein die „spielfreie Zeit“ genutzt, um Bauliches zu tun?

Eigentliche Investitionen haben wir nicht getätigt; das war ja auch nicht notwendig. Aber unsere Platzwarte, also Guido Lorenz und René Nowotnick, haben mit Hochdruck gearbeitet, damit der Platz in gutem Zustand ist, wenn es wieder zu spielen gilt.

Ist das Team zusammengeblieben?

Der Kern ja, aber wir haben auch Abgänge. Florian Kümmig und Felix Döhl haben ihre Karriere beendet; Felix spielt jetzt in der Altliga. Eric Lischke und Robin Marquard haben arbeitshalber quittiert. Aaron Rehbock hat nach Kreuzbandverletzung aufgehört, steht aber als Physiotherapeut zur Verfügung. Robert Schramm pausiert. Andererseits gab es Zugänge. Dank der guten Nachwuchsarbeit im Verein, die den Unterbau der 1. Mannschaft entwickelt, kommen aus der A-Jugend Elias Zink und Nick Nusa; Nick wohl zunächst in der „Zweiten“. Tony Bach ist reaktiviert worden – nicht zuletzt als Spezialist für die Freistöße und Co-Trainer.

Ihre Saison-Zielstellung?

Ganz klare Ansage: Klassenerhalt in der Landesklasse Ost!

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