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Mit der Grundschule kommen auch die Busse

Die Stadt Hoyerswerda arbeitet an einem Verkehrskonzept für das Quartier Thrune, Stadtrand und Schulstraße.

In diesem Bereich hat das Rathaus eine Querungshilfe über die Straße Am Stadtrand vorgesehen – es gibt die Forderung nach einem Zebrastreifen.
In diesem Bereich hat das Rathaus eine Querungshilfe über die Straße Am Stadtrand vorgesehen – es gibt die Forderung nach einem Zebrastreifen. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Ein bisschen Zeit ist noch bis zum Umzug der Grundschule Handrij Zejler (derzeit am Adler) in die bisherige Oberschule „Am Stadtrand“. Dass sich damit die Verkehrsorganisation im Viertel ändern wird, steht jedoch schon länger fest. Grundschüler – vor allem aus den ländlichen Ortsteilen – haben nicht nur andere Schulwege als die älteren Oberschüler. Sie nutzen teils auch andere Verkehrsmittel.

„Nicht vor dem nächsten Jahr“ werde es mit den neuen Regelungen im Quartier so weit sein, sagt Götz Gleiche vom städtischen Bürgeramt. Denn nach dem Umbau soll die Schule erst Ende August 2022 wieder öffnen. Vorige Woche hat Gleiche den Mitgliedern des Technischen Stadtrats-Ausschusses (TA) die aktuellen Überlegungen der Stadtverwaltung erläutert.

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Sie gehen prinzipiell von einem „Ringsystem“ für den motorisierten Verkehr aus. Die Straße An der Thrune würde damit von der Grimmstraße aus bis zur Straße Am Stadtrand zur Einbahnstraße. In die Schulstraße dürfte man vom Schulplatz aus nicht mehr einfahren, an ihrem anderen Ende stünde ein Schild mit Zwangs-Abbiegepfeil aus der Straße Am Stadtrand. Dass sowohl die Straße Am Stadtrand als auch die Schulstraße so zu „unechten Einbahnstraßen“ würden, soll eine Aufrechterhaltung des Fahrradverkehrs in beide Richtungen erlauben. In der Straße Am Stadtrand soll das Parken verboten werden. Laut Gleiche fielen so je nach Pkw-Länge zwischen elf und 13 Stellplätze weg. Mit der städtischen Wohnungsgesellschaft sei aber vereinbart, für Anwohner im Innenbereich der benachbarten Theodor-Storm-Straße neue Stellplätze für 27 Autos zu schaffen.

Der Sinn des Parkverbotes: Vor der Schule sollen Busse künftig nicht nur entlangfahren, sondern auch halten. Die Prognose sagt: Stündlich fahren zwei Stadtlinien sowie morgens und nachmittags zusätzlich die Schulbusse des Regionalverkehrs. Vorgesehen ist an der Bushaltestelle so viel Platz, dass hintereinander zwei Busse stehen können. Für alle Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen und / oder abholen, ist An der Thrune in Richtung Scholzhalle ein separater Ein- und Ausstiegsbereich konzipiert. Die Vorstellungen der städtischen Straßenverkehrsbehörde riefen im Ausschuss einige Diskussionen hervor. So wies AfD-Kreisrat René Warlich, beratender TA-Bürger sowie unmittelbarer Schul-Nachbar, darauf hin, dass das Parken für die Anwohner während der Öffnungszeiten des unweit der Schule befindlichen Sportstudios schon jetzt mitunter schwierig sei. Und Lutz Tantau (Freie Wähler) regte an, die Eignung von Grünstreifen für den Parkplatzbau zu prüfen. Die Ankündigung Götz Gleiches, im Kreuzungsbereich Am Stadtrand / Schulstraße eine Querungshilfe für zu Fuß aus Richtung des Schulplatzes kommende Kinder anlegen zu wollen, rief Dr. Gitta Kaltschmidt (CDU) auf den Plan. Sie ist schon länger eine glühende Befürworterin von Zebrastreifen, und brachte einen solchen hier ins Gespräch.

Man wolle, sagt Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD), die Details noch einmal besprechen: „Wir haben ja noch einen gewissen Zeitraum.“ Und wenn alles in trockenen Tüchern ist, sollen die Anwohner direkt informiert werden. Die Stadt hat gute Erfahrungen mit Postwurfsendungen.

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