merken
PLUS Hoyerswerda

Mit Gold und frischem Outfit ins Jubiläumsjahr

Die Wach- und Sicherheits GmbH Hoyerswerda ist in der Corona-Pandemie gefordert wie noch nie.

Einsatzleiterin Beate Brückner, der Streifenfahrer im Objektschutz Steffen Wartenburger (rechts) und Firmen-Chef Veit Burmeister (im Hintergrund) zeigten gestern – mit gebotenem Abstand – die neuen Dienst-Polo-Shirts mit goldener Aufschrift und Stern
Einsatzleiterin Beate Brückner, der Streifenfahrer im Objektschutz Steffen Wartenburger (rechts) und Firmen-Chef Veit Burmeister (im Hintergrund) zeigten gestern – mit gebotenem Abstand – die neuen Dienst-Polo-Shirts mit goldener Aufschrift und Stern © Foto: Ralf Grunert

Hoyerswerda. Die drei Großbuchstaben WSG hat in Hoyerswerda so gut wie jeder schon mal gesehen. Sei es auf den T-Shirts kräftiger Männer an der Bühne bei Stadtfesten in Hoyerswerda, als diese noch gefeiert werden konnten. Sei es als Schriftzug auf silber-blau lackierten Fahrzeugen. Oder sei es am Eingang zu Verwaltungsgebäuden, Einkaufsmärkten, Unternehmen, zum Lausitzer Seenland Klinikum und neuerdings auch zum Impfzentrum in Kamenz. Die Mitarbeiter der Wach- und Sicherheits GmbH Hoyerswerda sind seit Beginn der Corona-Pandemie präsenter denn je in der fast 30-jährigen Geschichte des von Veit Burmeister gegründeten Unternehmens.

Seit Mitte März vergangenen Jahres ist die WSG mit Sonderaufgaben betraut, wie es Thomas Balko als Assistent der Geschäftsführung formuliert. „Das ist nicht so einfach, da teilweise recht hohe Einsatzstärken nötig waren und sind.“ Im Impfzentrum in Kamenz zum Beispiel sind WSG-Mitarbeiter seit dem 20. Dezember rund um die Uhr im Einsatz, tagsüber bei Zugangskontrollen, in der Nacht zur Bewachung. Pro Tag werden dafür zehn Mitarbeiter benötigt. Innerhalb von zweieinhalb Monaten summierten sich die Einsatzstunden auf 4.800. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Anzeige
Vielfältige Hauskonzepte von Elbe-Haus
Vielfältige Hauskonzepte von Elbe-Haus

Verwirklichen Sie Ihren Traum vom Haus mit Elbe-Haus. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung ist Elbe-Haus Ihr zuverlässiger Partner im Massivhausbau.

Schon seit dem 16. März vergangenen Jahres ist die WSG für das Lausitzer Seenland Klinikum im Zusammenhang mit Corona tätig, nennt Thomas Balko ein weiteres Beispiel für die Wahrnehmung von Sonderaufgaben. Anfangs, so schildert er, seien zwei Mitarbeiter im Haupteingangsbereich mit Kontrollen auf Einhaltung der Hygienebestimmungen und des Tragens einer Mund-Nase-Bedeckung betraut gewesen. Über den Sommer entspannte sich die Situation. „Wir haben gedacht, wir können unsere Tätigkeit zum Oktober einstellen. Dann kam alles ganz anders“, blickt Thomas Balko zurück. Bis Ende Februar kam die WSG hier auf 5.950 Einsatzstunden.

Einfach ist der Security-Job keineswegs. „Es gab gerade zu Beginn der Pandemie sehr viele Masken-Verweigerer“, schildert Thomas Balko, der selbst auch bei Zugangskontrollen im Einsatz war. „Später gab es das Phänomen der gefälschten ärztlichen Atteste.“ Er und seine Kollegen bekamen deftige Worte und Beleidigungen zu hören. Die Menschen seien zunehmend angespannt, weiß WSG-Chef Veit Burmeister. Es gibt aber auch schöne Momente, merkt Thomas Balko an und zeigt ein von einer 10-jährigen Klinikum-Patientin gezeichnetes Bild, auf dem ein Wachmann zu sehen ist. Es war ihre Art, Dankeschön zu sagen.

Summa summarum hat die WSG in Zeiten der Corona-Pandemie deutlich mehr als gewöhnlich zu tun, auch wenn zum Beispiel Einsätze zur Absicherung von Veranstaltungen so gut wie komplett weggefallen sind. So erwartet Veit Burmeister in diesem Jahr einen Umsatzsprung von 2,2 auf rund drei Millionen Euro.

Das kann sich sehen lassen, ebenso wie die neue Dienstbekleidung der rund 70 WSG-Mitarbeiter, die sie seit gestern tragen. Rund 480 Kleidungsstücke, darunter 200 Polo-Shirts und 94 Piloten-Jacken, wurden bei einem Hoyerswerdaer Händler geordert und ebenfalls bei einer Hoyerswerdaer Firma bedruckt. Eine wesentliche Veränderung ist die Farbe der Schrift, die von Silber auf Gold wechselte. „Gold steht für eine gewisse Wertigkeit“, findet Veit Burmeister, der sich auch noch ein spezielles Extra hat einfallen lassen. Es sind Sterne unter dem Firmen-Logo. Ein Stern steht für fünf Jahre bei der WSG. Zwei seiner Mitarbeiter bringen es auf fünf Sterne. „Das ist eine Anerkennung gegenüber den Kollegen, die schön länger dabei sind“, findet der Firmen-Chef, der stolz auf seine Mitarbeiter und sein Unternehmen ist. „Es gibt so gut wie nichts, was wir nicht machen. Wenn jemand zu uns kommt, versuchen wir, das zu realisieren“, ist die Philosophie der WSG, die gestern vor 29 Jahre gegründet wurde. Es geht also ins Jubiläumsjahr.

Mehr zum Thema Hoyerswerda