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„Mitmachstadt“ wird vom Land gefördert

Bei einem Wettbewerb von Sachsens Umweltministerium ist eine Hoyerswerdaer Initiative unter den 150 Siegern.

Initiativ-Sprecherin Dagmar Steuer
Initiativ-Sprecherin Dagmar Steuer © Archivfoto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Ziemlich genau ein Jahr ist es jetzt her, dass der Begriff „Mitmachstadt“ erstmals in einer der „Stadtwerkstätten“ auftauchte, zu denen Hoyerswerdas Rathaus die Bürger zwecks Ideensammelns eingeladen hatte. Eine entsprechende Einwohner-Initiative gab dann zum Nationalfeiertag am 3. Oktober mit einer Radtour durch Hoyerswerda so eine Art symbolischen Startschuss. Die Viren fordern aber auch hier ihren Tribut. Derzeit könne man erst einmal nur Hintergrundarbeit leisten, heißt es. Immerhin war jedoch im Dezember gemeinsam mit dem Lausitz-Center eine Kinderwunsch-Weihnachtsaktion möglich.

Der Ideen und Projekte gibt es viele. Bei einem Blick auf die Webseite der Mitmachstadt ist zum Beispiel vom Ansinnen zu erfahren, die Bedingungen für Radfahrer in Hoyerswerda zu verbessern – daher die erwähnte Radtour. Es gibt aber auch schon Ansätze für eine Art Gemeinschafts-Landwirtschaft oder Vorstellungen zu sogenanntem Alternativen Wohnen. Ein Reparatur- und Aufbereitungszentrum so ungefähr nach der Art der Komplexannahmestellen zu DDR-Zeiten gehört zu jenen der Überlegungen, von denen schon vor einem Jahr zu hören war. Gedanken über einen Ableger des Naturschutzbundes Deutschland machen sich die Initiatoren ebenso.

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Nun kosten Aktivitäten, die darauf abzielen, Menschen zusammenzubringen, die laut Initiativ-Sprecherin Dagmar Steuer „tolle Ideen für eine nachhaltige Entwicklung in unserer Region haben“ sollen, natürlich Geld. Hier meldet die Mitmachstadt nun einen Erfolg. Die Gruppe hatte sich bei einem Wettbewerb des sächsischen Umweltministeriums beworben. Zum „eku Zukunftspreis für Energie, Klima und Umwelt in Sachsen“ wurden 250 Beiträge mit Bezug zu Ressourcenschutz und ökologisch nachhaltigem Wirtschaften eingereicht. Die Hoyerswerdaer Initiative ist unter den 150 ausgewählten Preisträgern. 2.000 Euro steuert das Land Sachsen bei. Eine Unterstützung gibt es ebenso vom „Förderfonds Demokratie“, der von mehreren großen Stiftungen getragen wird.

Die Initiative erklärt, sie stehe nun in den Startlöchern, um einen „partizipatorischen Prozess zu starten, der für den Aufbruch in eine nachhaltige, klimafreundliche Gesellschaft notwendig“ sei. Sobald die Pandemie-Lage es wieder erlaubt, soll das Mitmachen richtig losgehen.

www.mima-hoy.de

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