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Müllsammelaktion Nummer zwei in Planung

Hoyerswerdas Jugendstadträte haben die fleißigsten Helfer der ersten Sammelaktion vom vorigen Oktober gewürdigt.

© Grafik: Archiv arteffective

Hoyerswerda. So sehr viele Bürger besuchen die Sitzungen des Jugendstadtrats normalerweise nicht. Am Montag jedoch waren die Gästesitze im Saal des Neuen Rathauses ganz gut genutzt. Denn die Jugendstadträte hatten zur Preisverleihung eingeladen. Es ging darum, den Herbstputz auszuwerten. Im Oktober des vergangenen Jahres hatten die Jugendlichen alle Hoyerswerdaerinnen und Hoyerswerdaer zu einer Müllsammelaktion aufgerufen. Ungefähr 70 Einwohner beteiligten sich, füllten hundert große Müllsäcke mit allerlei in der Stadt herumliegendem Unrat.

Und wie damals versprochen, sollten nun die fünf fleißigsten Müllsammler prämiert werden. Die Jugendstadträte hatten von Sponsoring-Partnern entsprechende Preise zur Verfügung gestellt bekommen. Gleichzeitig wurde die Ankündigung konkretisiert, die Aktion wiederholen zu wollen. Ende Mai, Anfang Juni soll es soweit sein, sagte Jugendstadtrat Robin Schäfer: „Eigentlich wollten wir ja einen Frühjahrsputz machen, aber einige von uns sind doch stark mit den Abiturprüfungen beschäftigt.“

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Die Jugendlichen wollen bei der Vorbereitung dieses Mal auch gleich in der Planung stärker auf Partner setzen. Denn, so Schäfer, man habe gemerkt, dass es doch einige Dinge gebe, die der Jugendstadtrat alleine nicht stemmen kann. Die jungen Leute sind eben in der Regel noch minderjährig und damit nur eingeschränkt geschäftsfähig.

Die Frage, ob das so bleiben soll, wird gegenwärtig im Zusammenhang mit anstehenden Anpassungen an der Jugendstadtrats-Satzung diskutiert. Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD) hat vorgeschlagen, die Jugendstadträte anders als bisher nicht mehr nur in den Schulen zu wählen, sondern auch Auszubildende einzubeziehen. Hinter der Überlegung steht der Umstand, dass sich in den letzten Jahren gezeigt hat, dass die jeweils zweijährigen Amtsperioden für einzelne Jugendstadträte trotz der Möglichkeit der Wiederwahl doch relativ kurz sind. Grob gesagt: Wenn die Mädchen und Jungen sich eingearbeitet und auch das nötige Selbstbewusstsein erlangt haben, geht es häufig schon in Richtung Schulabschluss.

Die aktuellen Jugendstadträte sind jedoch bei der Diskussion der Frage eher der Auffassung, dass die Altersgrenze nicht angehoben werden sollte. „Wir sind der Meinung, dass man sich ab einem gewissen Alter auch anderweitig engagieren kann, zum Beispiel über den richtigen Stadtrat“, fasste Maximilian Rother die gegenwärtige Haltung zusammen. Allerdings ist diesbezüglich noch keine Entscheidung gefallen. Die jungen Leute sind jedoch durchaus für eine Vergrößerung des Gremiums von maximal 21 bis auf maximal 23 Personen und dafür, eine Möglichkeit zur Online-Wahl zu schaffen. Klar scheint zu sein, dass der bisherige Wahltermin nach Beginn eines neuen Schuljahres vorverlegt werden soll. Denn es vergeht dadurch bisher jedes Mal einige Zeit, ehe der Jugendstadtrat konstituiert und arbeitsfähig ist. Und, so hieß es am Montag, bei einem Wahltermin vor dem Ende eines Schuljahres wären die jeweils aktuellen Jugendstadträte auch noch in der Lage, sich in die kommenden Neuwahlen einzubringen. Als nächster Wahltermin ist daher der 12. Juli anvisiert – zwei Wochen vor Ferienbeginn.

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