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Nahrungsmittel Nr. 1 und Spaß-Bringer

Der am Mittwoch nachgeholte Weltwassertag auf der Hoyerswerdaer Kinder- und Jugendfarm war ein Erfolg.

Nicht einmal Seifenblasen ließen sich ohne Wasser herstellen! Malik zeigt, wie die in allen Regenbogenfarben schillernden hauchzarten Kugelgebilde geformt werden, um ihren kurzen Lebensmoment lang ein Lächeln auf die Gesichter zu zaubern.
Nicht einmal Seifenblasen ließen sich ohne Wasser herstellen! Malik zeigt, wie die in allen Regenbogenfarben schillernden hauchzarten Kugelgebilde geformt werden, um ihren kurzen Lebensmoment lang ein Lächeln auf die Gesichter zu zaubern. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Trinkwasser ist wichtig für die tägliche Ernährung. Für die Herstellung gesunder Lebensmittel. Und zum Feuerlöschen! Das haben Schüler aus verschiedenen Hoyerswerdaer Horten und Familien vorgestern auf der Kinder- und Jugendfarm des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen e. V. (CSB) am Mittwoch, dem 21. Juli, beim Weltwassertag erfahren.

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Offene Türen am Zootag
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Am 19. September 2021 können Besucher auch einen Blick in die Futtermeisterei im Zoo Dresden werfen.

Dessen eigentliches Datum ist der 22. März, die entsprechende Veranstaltung auf der Farm konnte aber wegen der Corona-Pandemie zu diesem Termin nicht stattfinden, erklärte der CSB-Geschäftsführer Peter Neunert die Verschiebung. Nun also ist die gemeinsame Traditionsveranstaltung des CSB und der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH (VBH) nachgeholt worden. Wissen zum Grundnahrungsmittel Nr. 1, eben zum Wasser, zu vermitteln, ist beiden Partnern wichtig. „Der Sponsoringvertrag mit den VBH wird fortgeschrieben“, freut sich Peter Neunert.

Ganzjährig Wasser-Veranstaltungen

Die VBH bieten weiterhin ganzjährig in Kitas und Horten des CSB, aber auch in Schulen Veranstaltungen zum Thema Wasser an. Die zweite Sommerferienwoche auf der Kinder- und Jugendfarm wird unter dem Motto „Für den Kopf und für den Topf“ stehen, sagt die Ökotrophologin Elžbjeta Hoyer – denn Sport und gesunde Ernährung gehören zusammen (Ökotrophologie ist die Kombination aus Ernährungswissenschaft und Haushaltswissenschaft). An den vier Kochinseln der neuen Lehrküche im Haupthaus lernen die Kinder bei ihr und ihrer Kollegin Claudia Nevoigt, wie mit regionalen Lebensmitteln eine leckere Ernährung gelingt und Reste verwertet werden können. Zu anderen Terminen können auch Erwachsene solche Kochkurse besuchen. Das Projekt „Lebensmittel sind wertvoll“ des CSB und des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum e. V. (SLK) vermittelt solche Inhalte. Als Vorgeschmack haben die Mitarbeiterinnen der Farm für die Besucher des Weltwassertages „infused water“ vorbereitet: Jeder konnte es kosten und erraten, welche Kräuter und Früchte diesem Wasser Aroma geben. „Mit Pfefferminzblättern oder Erdbeeren klappt das, Zucker wie in süßer Cola wird nicht gebraucht“, erklärt Elžbjeta Hoyer.

Dass auch beim Backen von Brot und Kuchen Trinkwasser gebraucht wird, hat Claudia Finster aus der Bernsdorfer Bäckerei Ermer erzählt. Die Bäckermeisterin und Konditorin freut sich, junge Leute in ihrem Beruf ausbilden zu können. Problematisch findet sie, dass an Berufsschulen Fachlehrer für die Bäckerausbildung fehlen, sagt sie dem Hoyerswerdaer Bürgermeister für kommunale Angelegenheiten, Mirko Pink.

Der VBH-Geschäftsführer Wolf-Thomas Hendrich findet wichtig, dass Handwerksbetriebe in der Lausitz für die hier lebenden Menschen produzieren und so der CO2-Abdruck ihrer Produkte gering bleibt.

1.000 Liter für 1,74 Euro

Das ist genau wie bei dem Trinkwasser für Hoyerswerda und die Ortsteile, das seine Firma über 24 Stunden hinweg an 365 Tagen im Jahr aus sechs Tiefbrunnen des Wasserwerkes Zeißig fördert. 1.000 Liter Trinkwasser kosten übrigens nur 1,74 Euro – im Gegensatz zum Wasser in Plastikflaschen, das Menschen oft für teures Geld im Supermarkt kaufen.

Neben so viel Wissensvermittlung gab’s viel Spaß: etwa Seifenblasenmachen, wie’s der kleine Malik tat. Heather (9) und ihre Freundin sind wie Mathilda mit ihrer Mutti an der Station der Berufsfeuerwehr Hoyerswerda gewesen, an der man sich selbst als „Löschmeister“ ausprobieren durfte. „Mit Wasser aus dem Schlauch auf das Fenster eines «brennenden» Hauses zielen – das ist einfach das Beste“, war Heather begeistert.

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