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Keiner der Kandidaten zieht zurück

Die einzelnen Bewerber haben unterschiedliche Hochburgen und Erwartungen.

Wahlkampfveranstaltung aller OB-Kandidaten im Lausitz-Center Hoyerswerda am 24. August 2020.
Wahlkampfveranstaltung aller OB-Kandidaten im Lausitz-Center Hoyerswerda am 24. August 2020. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Letztlich wird man es erst wissen, wenn der Wahlausschuss am Freitag sein Ergebnis bekannt gegeben hat. Aber Stand gestern sieht es danach aus, dass beim zweiten Wahlgang am 20. September dieselben fünf Namen auf den Stimmzetteln stehen, wie am 6. September. Torsten Ruban-Zeh tritt selbstverständlich an. 

Dorit Baumeister auch: „Knapper Platz zwei ist ein wunderbares Ergebnis für jemanden, der nicht aus der Stadtpolitik kommt, sondern von außen, der sich aber seit 20 Jahren mit dieser Stadt auseinandersetzt. Ich habe gesagt: Ich biete mich Euch an als progressive Alternative. Und auf diesen tollen Erfolg bin ich stolz. Ich denke, dass wir Demokraten die AfD platziert haben, ist schon einmal ein gemeinsamer Erfolg. Ansonsten werden Gespräche laufen. Aber ich denke, dass man mich bei Platz zwei in der zweiten Runde wiedersehen wird. Das Ziel ist nach wie vor, dass ich möchte, dass wir eine parteilose Frau im Rathaus sitzen haben. Das würde Hoyerswerda sehr gut zu Gesicht stehen.“

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Marco Gbureck sagte gegenüber TAGEBLATT, dass er mit seinem Ergebnis nicht unzufrieden ist, sich aber ein besseres vorgestellt hatte. In zwei Wochen will auch er es noch einmal wissen und an einem besseren Abschneiden arbeiten.

Claudia Florian ist einerseits froh, dass die AfD kein sonderlich starkes Ergebnis eingefahren hat, andererseits ist sie mit ihrem eigenen Abschneiden nicht zufrieden. Am Wahlabend und auch gestern war sie der Auffassung, dass es konsequent ist, auch beim zweiten Wahlgang dabei zu sein. Allerdings sollte das Montagabend erst noch mit ihrem Team beraten werden.

Ähnlich sieht es Dirk Nasdala. Selbst nicht so gut abgeschnitten, aber die AfD im ersten Wahlgang nur auf Platz 3. Klar sei er enttäuscht, über seine Platzierung. Aber aller Voraussicht nach wird auch er nicht zurückziehen. Der parteilose Einzelkandidat Dirk Nasdala bekam in den einzelnen Wahlbezirken Zustimmung zwischen 5,1 und 14,6 Prozent. Der Höchstwert stammt aus Knappenrode.

CDU-Kandidatin Claudia Florian kam auf 8,2 bis 18,3 Prozent der Stimmen in den Bezirken. Am besten lief es demnach in Dörgenhausen.

AfD-Kandidat Marco Gbureck kam auf 9,9 bis 28,1 Prozent. In 14 von 26 Wahlbezirken kommt er über 20 Prozent. Bei den Briefwählern hat er seine schlechtesten Werte. Im WK VI kann er einmal mit Torsten Ruban-Zeh gleichziehen. Beide haben dort 134 Stimmen, Dorit Baumeister aber auch nur 2 weniger. In einem Wahlbezirk hat Gbureck von allen Kandidaten die meisten Stimmen: Am Stadtrand.

Dorit Baumeister, parteilos, aber mit Unterstützung von Linke, Grünen und Aktives Hoyerswerda, punktet vor allem in weiten Teilen der Neustadt, kommt in sechs Wahlbezirken auf den ersten Platz, hat Werte zwischen 18,6 und 35,4 Prozent – Bestwert im WK II.

Torsten Ruban-Zeh hat aber in 18 Wahlbezirken die Nase vorn. Sein schlechtestes Ergebnis sind 20,4 Prozent, sein bestes 41,0 in Kühnicht. Allerdings hinken die Angaben naturgemäß, da die rund 3.700 Briefwähler auch irgendwo in den Wahlbezirken zu Hause sind. (US)

Wahlergebnis Gesamtstadt

Wahlberechtigte: 27.607
Gültige Stimmen: 14.505 

Dorit Baumeister 4.034 Stimmen 27,8 Prozent
Marco Gbureck 2.688 Stimmen 18,5 Prozent
Claudia Florian 1.693 Stimmen 11,7 Prozent
Torsten Ruban-Zeh 4.607 Stimmen 31,8 Prozent
Dirk Nasdala 1.483 Stimmen 10,2 Prozent

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