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Pfefferminzfarben außen, Holz-Optik innen

VGH nimmt neuen Mercedes-Bus in Betrieb – in auffälligem neuem Farbton und mit einigen weiteren Innovationen an Bord.

Links: Robert Arlt, technischer Leiter, und Christian Geymeier, Leiter Verkehr, bei der Fahrzeug(schlüssel)-übergabe des neuen VGH-Busses im Mercedes-Werk in Mannheim.
Links: Robert Arlt, technischer Leiter, und Christian Geymeier, Leiter Verkehr, bei der Fahrzeug(schlüssel)-übergabe des neuen VGH-Busses im Mercedes-Werk in Mannheim. © Foto: Stefan Löwe

Hoyerswerda. Minzgrün – das ist der Farbton, in dem künftig alle neu angeschafften Busse der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH) lackiert sein werden. Der erste Bus mit dieser auffällig-frischen Karosserie wird seit dem Dienstag der letzten Woche, also seit dem 16. März, im Hoyerswerdaer Stadtverkehr eingesetzt.

Jetzt mit Abbiegeassistent ...

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Die neue Farbe ist aber bei weitem nicht die einzige Neuerung an dem Fahrzeug. „Der Bus verfügt über einen Abbiegeassistenten, der den Fahrer warnt, wenn sich rechts neben ihm Fußgänger oder Radfahrer im «toten Winkel», der mittels Außenspiegel und direkt vom Fahrersitz aus nicht einsehbar ist, befinden. Dieser Assistent soll dazu beitragen, Unfälle beim Rechtsabbiegen zu verhindern“, erläutert Christian Geymeier, Leiter Verkehr bei der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda.

... USB-Ladebuchsen ...

Gerade die jüngeren Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Hoyerswerda dürfte noch eine andere Innovation besonders freuen. „Im Innenraum ist der Bus erstmals mit USB-Ladebuchsen ausgestattet, welche es unseren Fahrgästen ermöglichen, ihre Smartphones während der Fahrt ganz bequem aufzuladen – selbstverständlich kostenlos“, verspricht Geymeier, der den Bus „auf eigener Achse“ selbst vom Mercedes-Werk in Mannheim nach Hoyerswerda überführt hat.

Am Heck des Busses wurde erstmals eine große Zielanzeige verbaut, die es den VGH-Kunden erlaubt, auch von hinten kommend neben der Liniennummer das Fahrtziel zu erkennen.

Der Innenraum setzt neben der technischen Neuerung auch optisch ganz neue Akzente. So ist der Fußboden in ansprechender Holz-Optik gestaltet. „Bereits die Sitze des zuletzt gelieferten Busses wurden mit einer neuen Bemusterung geordert. Die Design-Konzeption unseres diesjährigen Neufahrzeugs hebt sich bezogen auf die Gesamtwirkung aber nochmals wesentlich vom Auftritt unserer bisher beschafften Fahrzeuge ab“, resümiert Geymeier.

Er ist sich sicher: „Das Thema Nachhaltigkeit steht zu Recht mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit. Den Bus zu nutzen bedeutet, sich nachhaltig fortzubewegen und die Umwelt zu schonen. Das passende Image vermittelt unser neuer Bus gut.“

Häufiger als früher gäbe es besonders umweltbewusste Kunden, die Anfragen an die VGH richten und sich erkundigen würden, warum die Verkehrsgesellschaft nicht kleinere Busse beschaffe. Christian Geymeier begründet das Festhalten an der Normalgröße wie folgt: „Die Fahrzeuglänge von zwölf Metern hat sich in unserem Fuhrpark gut bewährt. Selbstverständlich ist nicht jeder Bus permanent voll ausgelastet. Es ist aber wichtig, die Spitzenlastzeiten in den Planungen zu berücksichtigen, in denen viele Schüler zum gleichen Zeitpunkt von zuhause zur Schule und wieder zurückbefördert werden möchten. Zudem haben wir in Hoyerswerda einen hohen Anteil an Menschen, die Rollatoren nutzen. Rollatoren, ebenso wie Kinderwagen und Fahrräder benötigen viel Platz.“ Größere Busse einzusetzen sei dabei effizienter und kostengünstiger als das Tourenlassen mehrerer „Kleiner“.

Die VGH führt seit 2011 einen kürzeren, 10,5 Meter langen Stadtbus im Bestand, der allerdings auf Grund seines geringeren Platzdargebots häufig Grund zu Beschwerden gibt. „Wir konkurrieren zudem mit anderen Verkehrsmitteln und legen großen Wert darauf, für die Menschen, die sich in unserer Stadt bewegen möchten, die interessanteste Alternative zu sein. Es ist uns wichtig, dass die Menschen gerne mit unseren Bussen fahren.“

... und 30 Sitzplätzen

Der neue Bus bietet dagegen einen geräumigen Innenraum mit einer theoretischen Kapazität von 30 Sitzplätzen und über 70 Stehplätzen. „Je mehr Rollatoren und Kinderwagen im Bus mitfahren, desto mehr reduziert sich natürlich die Anzahl an Stehplätzen“, weiß Geymeier.

Der Bus soll auf allen Linien gleichermaßen eingesetzt werden. Von seinem Fahrpersonal habe der Leiter Verkehr jedenfalls schon viel positive Resonanz auf das Neufahrzeug erhalten. (VGH/red/JJ)

Optisch modernisierter Fahrzeug-Innenraum des neuen VGH-Busses.
Optisch modernisierter Fahrzeug-Innenraum des neuen VGH-Busses. © Foto: Uwe Mauerhoff

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