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Raser werden in Schwarzkollm ausgebremst

Dazu will die Stadtverwaltung Hoyerswerda in Abstimmung mit dem Ortschaftsrat mehrere Methoden anwenden.

Eine Fahrbahnaufwölbung soll demnächst auch den Fahrzeugverkehr auf dem Waldesruhweg in Schwarzkollm ausbremsen. Dort wird das in Form eines sogenannten „Berliner Kissens“ geschehen.
Eine Fahrbahnaufwölbung soll demnächst auch den Fahrzeugverkehr auf dem Waldesruhweg in Schwarzkollm ausbremsen. Dort wird das in Form eines sogenannten „Berliner Kissens“ geschehen. © Foto: Gernot Menzel

Schwarzkollm. Mit dem zunehmenden Verkehr in und durch Schwarzkollm nimmt zwangsläufig auch die Anzahl der Fahrzeuge zu, die schneller als erlaubt unterwegs sind. Geschwindigkeitskontrollen und der Blitzer an der Hauptstraße haben nur eine temporäre Bremswirkung. Daher wird die Stadtverwaltung Hoyerswerda in Abstimmung mit dem Ortschaftsrat Maßnahmen ergreifen, die nachhaltiger wirken sollen.

Auf dem Waldesruhweg wird ein „Berliner Kissen“ installiert

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Bei Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeitsüberschreitungen ist der Waldesruhweg zwischen Schwarzkollm und der Ortslage Waldesruh zunehmend ein Schwerpunkt. Bei einer Zählung im vorigen Jahr wurde eine Zunahme des Verkehrs um ein Viertel festgestellt. Täglich sind auf dieser Ortsverbindungsstraße im Durchschnitt 2.000 Fahrzeuge unterwegs, viele mit mehr als den erlaubten 80 km/h. Woraus dieser Zuwachs resultiert, dafür gibt es keine verlässliche Erklärung. Manche machen Navigationsgeräte dafür verantwortlich. Andere sehen eine Verbindung zu den Schichtwechseln bei TDDK in Straßgräbchen und Maja-Möbel in Wittichenau. Und wieder andere können sich vorstellen, dass der berufliche Pendlerverkehr ins Brandenburgische zur BASF in Schwarzheide und zu Vestas in Lauchhammer eine Rolle spielt. Wie auch immer: Es soll gelingen, den Verkehr auszubremsen.

Die Hoffnung gilt dabei dem Einsatz eines sogenannten „Berliner Kissens“. Dabei handelt es sich um einen Geschwindigkeitshemmer aus Kunststoff, der die gleiche Form und Funktion wie eine Plateauaufpflasterung hat, wie man sie in Hoyerswerda von der verlängerten Heinrich-Heine-Straße in Richtung Bröthen her kennt. Ein solches „Berliner Kissen“, zwei Meter breit und drei Meter lang, so wurde in dieser Woche im Kreise der Schwarzkollmer Ortschaftsräte informiert, soll im Bereich der Ortseingangstafel aus Richtung Waldesruh auf die Fahrbahn aufgedübelt und verklebt werden. Fahrzeugführer werden dadurch gezwungen, zu bremsen. Damit das nicht überraschend geschieht, wird in ausreichender Entfernung ein Geschwindigkeitstrichter eingerichtet, mit einem 50er-Schild vor dem „Berliner Kissen“ und weiterführend bis zur Dorfstraße mit einer 30-km/h-Begrenzung. Und damit niemand an der Wölbung vorbei fahren kann, soll es Poller auf beiden Seiten der Fahrbahn geben. Allerdings wird die Durchfahrtsbreite insgesamt ausreichend Platz für zwei Autos bieten. Im 1. Halbjahr, so die Auskunft aus dem Rathaus, soll das realisiert werden.

Geschwindigkeits-Anzeigetafel in zwei Richtungen schwenkbar

Dass die Schwarzkollmer eine solarbetriebene und fest installierte Geschwindigkeitsanzeige bekommen, ist schon seit einiger Zeit klar (TAGEBLATT berichtete). Nur ein Standort muss noch gefunden werden. Die Ortschafsräte sind sich einig, dass die überwiegenden Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der Dorfstraße ortsauswärts und ortseinwärts aus und in Richtung Neukollm zu verzeichnen sind. Da es in diesem Bereich kein geeigneter Mast für die Installation vorhanden ist, muss ein solcher noch errichtet werden. Die Anzeigetafel soll so installiert werden, dass sie in beide Richtungen gedreht werden kann.

Einengung der Dorfstraße per Warnbaken auf eine Fahrspur

Eine ebenfalls drastische Maßnahme, um das Tempo aus dem Fahrzeugverkehr zu nehmen, wird im Bereich des Ortsausgangs in Richtung Neukollm (B 97) zur Anwendung gebracht. Es handelt sich Warnbaken in Kombination mit einer Haltelinie auf einer Fahrspur. Der Fahrzeugführer, auf dessen Fahrspur sich die Warnbaken befinden, muss anhalten, sobald es Gegenverkehr gibt. Ohne Gegenverkehr kann diese Engstelle problemlos umkurvt werden.

Allein schon vom Vorhandensein dieser Schikane verspricht man sich eine Verkehrsberuhigung. Wo der geeignetste Ort dafür ist, das soll an zwei Stellen zwischen der Einmündung Mühlenweg und dem Ortsausgang getestet werden. Wichtig ist den Ortschaftsräten, dass so wenig Anwohner wie möglich beeinträchtigt werden.

Was die Warnbaken-Lösung und die Anzeigetafel angeht, so war im Ortschaftsrat von einer zeitnahen Umsetzung die Rede.

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