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Hoyerswerda

Rathausturm erstrahlt in frischem Glanz

Die Sanierung ist bis auf kleine Restarbeiten abgeschlossen.

Spiel mit den Dimensionen: Marktplatz-Kandelaber und Rathaus-Turm.
Spiel mit den Dimensionen: Marktplatz-Kandelaber und Rathaus-Turm. © Foto: Jost Schmidtchen

Von Jost Schmidtchen

Spremberg. Vier Wochen hat der Rückbau der Rüstung am Spremberger Rathausturm gedauert. Was dabei stückchenweise immer mehr zutage trat, machte neugierig. Nun ist die Sanierung Geschichte und die Stadt Spremberg hat einen weiteren attraktiven Blickfang für ihre Einwohner und die Gäste, die jetzt mit Beginn der Feriensaison immer zahlreicher kommen.

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Die letzte Rathausturmsanierung erfolgte 1987, bis heute eine vergleichsweise kurze Zeit für derartige Maßnahmen. Dazu sagte der Spremberger Bauamtsleiter Gerd Schmiedel: „1987 wurde nur die Außenhülle saniert, also das Dach und die Fassade. Und das eben auch nur mit den damals vorhandenen Möglichkeiten, sprich fachlicher Kenntnisstand der Restauratoren; von Material gleich gar nicht zu reden, und der Denkmalschutz war lange nicht so entwickelt wie heute“.

34 Jahre später zeigten sich Mängel

Nach 34 Jahren zeigten sich erhebliche Schäden, so dass das Bauvorhaben „Sanierung Rathausturm“ die Sanierung der äußeren Hülle und die Instandsetzung der Holztragkonstruktion des Turmes erforderlich machte. Für den Betrachter zeigt sich das nun mit der neugestalteten Fassade, der Haube, der Laterne und der Zwiebel. Doch dahinter steckte viel Arbeit – so die Erneuerung beschädigter, hohlliegender und gerissener Putzbereiche, das Anbringen einer vertikalen mineralischen Abdichtung im Sockelbereich gegen Spritzwasser, eine Neudeckung des Daches mit Schieferschindeln, die Sanierung nicht mehr tragfähiger Holzbauteile der Turmkonstruktion sowie die Instandsetzung der dort vorhandenen Elektrik und Blitzschutzanlage. Auch die Turmuhr wurde überholt. „Sie ist im Rathausturm von 1791 die jüngste technische Anlage“, erzählt Uhrmachermeister Carsten Handrick. „Wenn in der Volksmusik immer wieder von der «alten» und «schönen» Turmuhr gesungen wird, trifft ersteres auf Spremberg nicht zu. Die Uhr ist Baujahr 1965 und zeigt nun auch wieder die Zeit an“. So wie Carsten Handrick arbeiteten in allen anderen Gewerken ebenfalls nur Spremberger Firmen und Handwerksbetriebe. Die Planungen erfolgten durch das am Kollerberg ansässige Ingenieurbüro Brückner und es gab eine gute Zusammenarbeit mit den brandenburgischen Denkmalschutzbehörden. Die Bauzeit betrug sieben Monate. Allein der Auf- und Abbau der Turm-Rüstung nahm gute drei Monate in Anspruch.

Bauamtsleiter Gerd Schmiedel lobt die gute fachliche Arbeit aller Gewerke. Mit Blick auf die erneute Landesgartenschau-Bewerbung Sprembergs sagt er: „Solche schönen Altstadtblicke können da sehr hilfreich sein“.

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