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Schaurig–spannende Ideen sorgen für Begeisterung

Im Mehrgenerationenhaus (MGH) Bernsdorf boomen die Ferienangebote.

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Hannah und Ole hatten im Escape-Room sehr viel Spaß und erlebten dabei einige Abenteuer, die die Kinder ins Gruseln und Staunen brachten.
Hannah und Ole hatten im Escape-Room sehr viel Spaß und erlebten dabei einige Abenteuer, die die Kinder ins Gruseln und Staunen brachten. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Bernsdorf. Der Hausgeist leidet an Adipositas. Wegen seiner Körperfülle passt er nicht mehr durch die Tür. Und das, obwohl er bereits 130 Jahre lang eingesperrt ist und in dieser Zeit kein Essen bekommen hat! „Geister aus Bernsdorf nehmen nicht ab. Auch nicht, wenn sie hungern müssen“, erklärt Izram das Paradoxon, das für die Ferienkinder jedoch gar keines ist. Handelt es sich doch dabei um eine fiktive Geschichte, die sich wie ein roter Faden durch das Ferienprojekt zieht, das letzte Woche seine Premiere erlebte; Begeisterung, Motivation, Teamgeist und viel Spaß verbindet.

Die Idee rankt sich um einen selbst gestalteten Escape-Room im Mehrgenerationenhaus – ein „Fluchtraum“, den verlassen zu können, es der Lösung diverser Rätsel und Aufgaben bedarf. Die Hauptaufgabe für die Ferienkinder ähnelt einem Krim: „Findet das Lösungswort, um den gefangenen Hausgeist im Mehrgenerationenhaus befreien zu können!“ Das begleitende Team im MGH mit Caroline Kauschmann und Bernd Strykowski hat sich sehr viel Gedanken bei der Organisation und Umsetzung gemacht, um das Projekt so spannend wie nur möglich zu gestalten. Mit sehr viel Liebe zum Detail wurde der Escape-Room mit gruselig-scherzhaften Dingen dekoriert: ot-weiß flatternde Absperrbänder an der Tür, ein schaurig-schön bemalter Kürbiskopf, ein gespanntes, schwarzes Spinnennetz aus Seilen, eine Black-Box ...

Fortsetzung in den Winterferien

Mehr als 50 Jungen und Mädchen haben am Aktionstag teilgenommen. „Diese sehr hohe Resonanz hat uns positiv überrascht. Deshalb wird das Projekt «Escape-Room» in den nächsten Winterferien eine Fortsetzung erfahren. Dann ist das Konzept auch für Vorschulkinder angepasst und kann auch für verschiedene Anlässe bei uns gebucht werden“ , berichtet Anika Noack, Leiterin der pädagogischen Werkstatt.

Generell erfreue sich das MGH mit seinen Ferienangeboten steigenden Zulaufs. Besonders Familien mit Kindern würden die Offerten sehr viel stärker nutzen. So erlebte das Team um Anika Noack in den Sommerferien großen Andrang auf die Schnitzeljagden, bei denen verschiedene Fälle gelöst werden sollten. Dass auch die Veranstaltungen der Bibliothek keinesfalls langweilig sind, muss sich aber erst noch herumsprechen. So erlebte das Ferienprojekt von Bibliotheksleiterin Ilona Wölfle-Zeuschner zwar keine sehr hohe Teilnehmerresonanz – aber den Jungen und Mädchen, die dabei waren, habe der Aktionstag rund um das Thema „Mumie“ sehr gefallen, berichtet Caroline Kauschmann.

Zu Abschluss der ersten Ferienwoche wartete am Donnerstag eine Halloweenparty, bei der Sturm Ignatz sogar etwas hilfreich war: ein umgefallener Baum bescherte dem MGH einen Stromausfall, der die Geisterparty für die Kinder noch etwas schauriger und unheimlicher werden ließ.