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Seenland-Klinikum bekommt neuen Geschäftsführer

Der Nachfolger von Jörg Scharfenberg soll im März Mirko Papenfuß vom Klinikum Frankfurt (Oder) werden.

Mirko Papenfuß
Mirko Papenfuß © Foto: LSK / Winfried Mausolf

Hoyerswerda. Im Seenland-Klinikum steht wieder einmal ein Geschäftsführerwechsel bevor. Nach nicht ganz sechs Jahren an der Spitze des größten Arbeitgebers der Stadt geht Jörg Scharfenberg nach Dresden. Dem Vernehmen nach will der 45-Jährige seinen Lebensmittelpunkt aus privaten Gründen in die Landeshauptstadt verlegen.

Wie das Krankenhaus mitteilt, wird Scharfenberg dort Geschäftsführer des Herzzentrums am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Das Herzzentrum wird, wie auch das Seenland-Klinikum, vom Krankenhaus-Konzern Sana betrieben. Sana-Regionalgeschäftsführer Martin Jonas hat sich bereits bei Scharfenberg für seine Tätigkeit in Hoyerswerda bedankt: „Er hat in den zurückliegenden Jahren mit außerordentlichem Fachwissen, herausragendem Engagement und großer Persönlichkeit das Seenland-Klinikum weiterentwickelt, neue Strukturen etabliert und zu einem äußerst leistungsfähigen sowie von der Bevölkerung in der Region hochgeschätzten Gesundheitscampus gemacht.“

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Das Wort „Gesundheitscampus“ findet sich auch im Logo des bisherigen Arbeitgebers von Scharfenbergs Nachfolger. Mirko Papenfuß ist noch der Geschäftsführer des Klinikums Frankfurt (Oder), einem Unternehmen der Rhön-Klinikum AG. Von dort war 2006 auch Scharfenbergs Vorgänger Andreas Grahlemann nach Hoyerswerda gekommen. Papenfuß ist dem Seenland-Klinikum zufolge ein studierter Wirtschaftswissenschaftler mit Ausbildungs-Schwerpunkt auf dem Gesundheitswesen.

Der 47-Jährige stammt aus Brandenburg. In Niedersachsen wurde er 2007 zunächst Geschäftsführer der zum Helios-Konzern gehörenden Mittelweser-Kliniken mit Standorten in Nienburg und Stolzenau sowie damals auch noch in Hoya. Papenfuß habe, so das Seenland-Klinikum, in seiner bisherigen beruflichen Laufbahn verschiedene Großprojekte in den Bereichen Klinikneubau, -sanierung, und -umstrukturierung verantwortet. Er wird mit den Worten zitiert, die Sana-Kliniken seien ein attraktiver Arbeitgeber: „Ich freue mich sehr, für die Klinikgruppe zu arbeiten und gemeinsam mit dem Team vor Ort den Standort nachhaltig weiterentwickeln zu dürfen.“

Martin Jonas sagt, Papenfuß solle das Seenland-Klinikum zukunftssicher durch den Strukturwandel führen. In diesem Zusammenhang waren im Sommer gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt Pläne für Investitionen zur Umsetzung eines Konzeptes mit dem Titel „Gesundheit. Digital. Lausitz“ vorgestellt worden.

Nachdem sich dieser Tage der Klinikums-Aufsichtsrat mit der Personalie befasst hat, wird sie sehr wahrscheinlich im Februar eine Rolle im Stadtrat spielen. Schließlich ist die Stadt Hoyerswerda noch immer zu 51 Prozent Mehrheitseigentümerin des Krankenhauses. Der Gesellschaftsvertrag setzt eine Zustimmung der Kommune zur Geschäftsführer-Berufung zwar voraus. Kommunalrechtlich muss der Stadtrat allerdings zunächst grünes Licht geben. Für die Sitzung in der kommenden Woche sind die Ladungsfristen jedoch bereits abgelaufen. Da aber der Geschäftsführerwechsel schon für den 1. März terminiert ist, bleibt für die Abstimmung im Rat nur dessen Sitzung am 23. Februar.

Das Seenland-Klinikum mit seinen Töchtern Medizinisches Versorgungszentrum, Lausitz Med, Lausitz Catering sowie Lausitz Clean beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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