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Sicheres Verhalten im Straßenverkehr

Bei der Verkehrswacht waren Kinder zu Besuch. Auch die Polizei war dabei.

Mina aus der Kita „Pusteblume“ sitzt erstmals in einem Tretauto. Beim Fahrradfahren hat sie schon Erfahrungen.
Mina aus der Kita „Pusteblume“ sitzt erstmals in einem Tretauto. Beim Fahrradfahren hat sie schon Erfahrungen. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Wissen zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr erwerben Kinder heute schon in Kindertagesstätten. Ein Höhepunkt ist für sie im Vorschuljahr der Besuch bei der Verkehrswacht Hoyerswerda.

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Weiterer Termin im Oktober

85 Kinder aus Einrichtungen der Neustadt haben kürzlich im Verkehrsgarten Niederkirchnerstraße 24 an dem Bundesprogramm „Kinder im Straßenverkehr“ teilgenommen und Neues über Verkehrszeichen und das richtige Verhalten mit dem Tretauto, Roller oder Fahrrad gelernt, sagt Verkehrswachtvorsitzende Anke Frenzel. Für Interessenten aus der Altstadt, den Ortsteilen und dem Hoyerswerdaer Umland wird diese Veranstaltung im Oktober noch einmal angeboten, denn im Frühjahr musste sie wegen der Pandemie ausfallen.

Viele Stationen bauen die Vereinsmitglieder jedes Mal für die Kinder auf, und bei Vorstandsmitglied Steffen Feige konnten alle ausprobieren, dass ein Ei beim Herunterfallen kaputt geht. Etwas überrascht haben die Mädchen und Jungen der Integrationskita „Brüderchen und Schwesterchen“ der Lebenshilfe Regionalvereinigung Kamenz-Hoyerswerda vor dem Ergebnis ihres Tuns gestanden. Den anschließenden Satz von Steffen Feige merken sie sich deshalb ganz bestimmt: „So ist das mit eurem Kopf, wenn ihr keinen Fahrradhelm tragt“.

Fehlende Erfahrungen als Problem

Selbstverständlich mit Helm sind danach jene Kinder Rad gefahren, die das schon können. Mina aus der VdK-Integrationskita „Pusteblume“ gehört dazu, und für sie war das Durchfahren des Parcours nicht schwer. Sie fährt manchmal mit ihrem Vater Rad oder mit der großen Schwester zum Bäcker, erzählt die Fünfjährige. An einer anderen Station saß Mina erstmals in einem Tretauto und hat vorschriftsmäßig am Stoppschild angehalten.

Erik aus der VdK-Kita „Märchenland“ kann auch Radfahren, und seine Erzieherin Yvonne Dargent erzählt, dass es für die Kinder in ihrer Einrichtung Fahrräder gibt. Sie bemängelt, dass Eltern den Nachwuchs oft kurze Strecken mit dem Auto chauffieren, und so die Kleinen zu selten eigene Erfahrungen im Straßenverkehr machen.

Neuen Schulweg üben

Die Bürgerpolizistin Kristin Hänsel aus Wittichenau, die den Kindern mit ihren Hoyerswerdaer Kolleginnen einen Streifenwagen vorgestellt hat, nimmt ebenfalls die Eltern in die Pflicht. Sie sollen Vorbild im Straßenverkehr sein und mit ihrem Vorschulkind den künftigen Schulweg mehrfach üben. „Man kann nicht erwarten, dass das nach einem Mal klappt.“

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Durch die Verkehrserziehung in den Kitas und das Mitwirken der Polizei erhalten Kinder schon früh Wissen über Verkehrszeichen und das richtige Verhalten auf der Straße. Das hat sich im Vergleich zu früher verbessert, sagt Kristin Hänsel. Der in Hoyerswerda ansässige Rettungsdienst des Malteser Hilfsdienstes und die Berufsfeuerwehr haben den Kindern ebenfalls ihre Fahrzeuge vorgestellt und geduldig Fragen beantwortet.

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