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So kommt der Zoo durch den Winter

Wärmelampen oder auch vorgewärmtes Fleisch sind dann völlig normal. Aber Silvester müssen alle Tiere in den Stall.

Wir Menschen mögen hier zum Jahreswechsel eine schöne Feuerwerksfontäne erkennen. Für das Zwergflusspferd im Tropenhaus des Hoyerswerdaer Zoos war es einfach lecker Futter.
Wir Menschen mögen hier zum Jahreswechsel eine schöne Feuerwerksfontäne erkennen. Für das Zwergflusspferd im Tropenhaus des Hoyerswerdaer Zoos war es einfach lecker Futter. © Foto: Zoo Hoyerswerda

Hoyerswerda. Tiere mögen Böller und Feuerwerk überhaupt nicht. Auch nicht im Zoo Hoyerswerda. Es sei denn, die Zootierpfleger haben das Futter eben einfach mal so arrangiert, dass es wie Feuerwerk am Himmel aussieht. Kleiner Scherz für die Bilder in den sozialen Netzwerken. Den Tieren ist es ja letztlich egal.

Allerdings waren sie bei diesem Jahreswechsel wie sonst auch in diesen lautstarken Stunden ausnahmslos eingestallt bzw. wurden erst gar nicht am Silvestermorgen ins Freie gelassen. Und mancher muss so oder so bei Frost rein – Flamingos und Sichler beispielsweise. Die Schildkröten bleiben in ihrem beheizten Haus aktiv. Die beiden Bären halten keinen Winterschlaf, maximal etwas Winterruhe. Wie Zoo-Sprecherin Stefanie Jürß schildert, glaubt so mancher, dass sich die Pinguine über den Winter freuen. Doch im Zoo Hoyerswerda leben Humboldt-Pinguine, im natürlichen Lebensraum am Äquator beheimatet. Also haben sie im Zoo auch ein Winterquartier mit Wärmelampen. Solche Annehmlichkeiten genießen auch viele andere Tiere in ihren oftmals unbeheizten Anlagen. Anders sieht es im Tropenhaus aus. Dort unterscheiden sich die Bedingungen für die Tiere ja nicht von denen zu anderen Jahreszeiten. Ansonsten fährt der Zoo Hoyerswerda jetzt alles im Winterbetrieb. Coronabedingte Schließung hin oder her – alle Tiere werden wie gewohnt versorgt. Bei Schnee werden die Wege zu den Gehegen maschinell geräumt. Denn, was die Tiere benötigen, muss per Wagen hingebracht werden. Eine volle Futterkarre durch tiefen Schnee zu schieben, das ist ein echter Kraftakt.

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Heu und Stroh waren schon im Sommer angeliefert und von den Tierpflegern eingelagert worden. Pünktlich vor dem Frost wurden die nicht frostsicheren Wasserleitungen bzw. Entnahmestellen abgestellt und entlüftet. Was wiederum bedeutet, dass das benötigte Wasser in Kanistern zu den Tieren transportiert werden muss. Auch beim Futter gilt es einiges zu beachten. Zootierpflegerin Silke Kühn nennt als Beispiele, dass ab Frostgefahr den Vögeln im Vogelrevier kein Weichfutter mehr gegeben wird. Das Fleisch für die Leoparden und den Tiger wird sogar angewärmt.

Früher war es manchmal noch so, dass Leute Eicheln und Kastanien vorbeibrachten. Doch beides kann der Zoo nicht gebrauchen und bittet darum, davon Abstand zu nehmen. Hingegen würde man sich in diesem Jahr über komplett abgeputzte Weihnachtsbäume freuen. Sonst hat man immer die vom Teschenmarkt bekommen. Doch der fiel ja 2020 aus.

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