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Stiftung hilft bei Spielplatz-Erneuerung

In Bernsdorf und in Burghammer kam jetzt Geld aus dem Fördertopf der Sana Kliniken AG an.

Zur Einweihung waren das Karussell, die Wippe und die Schaukel auf dem Spielplatz im Fritz-Kube-Ring in Bernsdorf mit Luftballons geschmückt worden.
Zur Einweihung waren das Karussell, die Wippe und die Schaukel auf dem Spielplatz im Fritz-Kube-Ring in Bernsdorf mit Luftballons geschmückt worden. © Foto: Ralf Grunert

Bernsdorf/Burghammer. Harry Habel braucht in Bernsdorf keine Vorstellung mehr, nicht einmal bei den Jüngsten. „Dich kenne ich, Du bist der Bürgermeister“, wurde er in der vergangenen Woche von einem Knirps auf dem neu gestalteten Spielplatz hinter dem Wohnblock Fritz-Kube-Ring 38-42 begrüßt. Der Rathaus-Chef war zur Einweihung erschienen, ebenso Thomas Delling. 

Letztgenannter hatte als Vorstand der Lausitzer Seenland Stiftung des Klinik-Betreibers Sana einen symbolischen Scheck über einen Betrag von 2.784,60 Euro mitgebracht. Symbolisch auch deshalb, weil das Geld längst verbaut ist. Eine Wippe und eine Schaukel wurden neu errichtet, der Spielplatz umgestaltet sowie ein Karussell, für das an anderer Stelle kein Platz mehr war, umgesetzt.

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Verschiedene Partner beteiligt

Demnächst werden noch Bänke aufgestellt, merkte Evelyn Hahn an. Die Geschäftsführerin der Bernsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (BWG) kündigte an, dass ihr Unternehmen ein Auge auf den Spielplatz haben wird: „Schließlich wohnen hier unsere Mieter.“ Den neuen Spielplatz als Gemeinschaftsprojekt zu bezeichnen, trifft den Nagel auf den Kopf. Neben der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Demokratie und Lebensperspektiven (RAA), dem Projektbüro „Kube 42“, den BWG-Handwerkern und dem städtischen Bauhof haben vor allem viele Eltern mit angepackt. Das war auch ein wichtiger Grund dafür, dass sich die Lausitzer Seenland Stiftung dazu entschlossen hat, den Initiatoren mit Stiftungsmitteln unter die Arme zu greifen. „Wir legen Wert darauf, dass Eigenleistungen einfließen“, betonte Thomas Delling und merkte an: „Das Seenland-Klinikum rettet Gesundheit und Leben. Wir als Stiftung retten hier einen Spielplatz.“ Wie überhaupt Spielplätze im Moment bevorzugte Projekte für eine Unterstützung durch die Stiftung zu sein scheinen. „Hier besteht immer Bedarf“, weiß Thomas Delling, der daher am Dienstag erneut einen symbolischen Scheck überbrachte, dieses Mal in Burghammer.

Auch hier ging es um einen Spielplatz. Man findet ihn direkt hinter dem Dorfgemeinschaftshaus, in dem Jugendclub, Dorfclub und freiwillige Feuerwehr jeweils ihr Domizil haben. Nachmittags, berichtet Ortsvorsteher Michael Frey, sei er regelmäßig gut besucht. In Burghammer leben schließlich viele junge Familien mit Kindern. Und die frisch sanierte Kita „Waldhäuschen“ findet man die Bernsteinstraße hinauf unweit des Dorfzentrums. Also machen viele Mütter, Väter und Großeltern auf dem Heimweg Halt auf dem örtlichen Spielplatz. 5.500 Euro hat die Stiftung für eine Erneuerung zur Verfügung gestellt.

Wie der Dorfclub-Vorsitzende Richard Meyer erzählt, war zuletzt vor allem der Ackerschachtelhalm zur Plage geworden, der man kaum mehr Herr wurde. Beim Internetlexikon Wikipedia heißt es, die Pflanze sei wegen ihrer weit verzweigten Wurzeln oft ein lästiges Acker- und Garten-Unkraut, das nur sehr schwer zu bekämpfen sei. In Burghammer gab es nun die Radikallösung: 70 Tonnen Spielsand wurden ausgetauscht und außerdem ein Geotextil verlegt, das dem Unkraut das Leben schwermachen soll. Das Geld von der Stiftung deckt 90 Prozent der Kosten. Die Gemeinde Spreetal steuerte einen zehnprozentigen Anteil bei. Und auch hier sind, so wie in Bernsdorf, die Eltern mit beteiligt. Als krönenden Abschluss des Projektes soll es an diesem Sonnabend einen Arbeitseinsatz geben. Denn das Spielplatz-Holz hat dringend einen neuen Anstrich nötig.

Anträge jederzeit möglich

„Ein Superpartner für tolle Projekte“ sei die Stiftung, sagt Richard Meyer. Denn der Dorfclub hat von ihr schon zu früheren Gelegenheiten Unterstützung erhalten. „Aber Spielplätze machen wir natürlich besonders gern“, erklärt Thomas Delling. Das hat man zum Beispiel bereits in Bluno, Tätzschwitz und Bergen erfahren dürfen. Das nächste Spielplatz-Projekt ist laut Thomas Delling bereits gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt in Planung. Deren Kinderhaus „Am Elsterbogen“ in Hoyerswerdas Altstadt, in dem im vorigen Monat Sanierungsarbeiten begonnen haben, hat sich für den Außenbereich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Seenland-Stiftung nimmt laufend Anträge für Aktivitäten in den recht weit gefassten Bereichen Gesundheit, Prävention, Kultur und Sport entgegen. Am 27. November wird sich der Stiftungsrat wieder treffen. Anträge, die vier Wochen vorher vorliegen, können dabei beschieden werden. Antragsformulare findet man im Internet.www.seenlandklinikum.de > Über uns > Gute Gründe

In Burghammer freuten sich Dorfclub-Chef Richard Meyer (links) und Ortsvorsteher Michael Frey (rechts) über den Besuch von Thomas Delling (Mitte).
In Burghammer freuten sich Dorfclub-Chef Richard Meyer (links) und Ortsvorsteher Michael Frey (rechts) über den Besuch von Thomas Delling (Mitte). © Foto: Mirko Kolodziej

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