merken
PLUS Hoyerswerda

Strukturwandelprojekte in der Elsterheide

Fünf Ideen wurden umrissen, aber nicht alle sind für diese Förderung das Richtige.

Ob am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Klein Partwitz über Fördergelder im Zusammenhang mit dem Strukturwandel investiert werden kann, wird derzeit gehofft.
Ob am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Klein Partwitz über Fördergelder im Zusammenhang mit dem Strukturwandel investiert werden kann, wird derzeit gehofft. © Archivfoto: Gernot Menzel

Bergen. Zum Abschluss der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Elsterheide hat Bürgermeister Dietmar Koark die Gelegenheit genutzt, die anwesenden Räte über Vorhaben zu informieren, die möglicherweise über Förderungen im Rahmen des Kohleausstiegs finanzierbar sind. Es geht um insgesamt fünf Projekte, von denen zumindest eines, so der Wunsch des Bürgermeisters, vielleicht schon im Begleitausschuss im November eine Rolle spielen könnte.

Das nächste Mal sitzt diese Runde unter Leitung der Bautzener Beigeordneten Birgit Weber Ende Juni zusammen. Eine Einreichung bis zu diesem Zeitpunkt wird nicht angestrebt.

Anzeige
Sportlich, praktisch und Fahrspaß garantiert
Sportlich, praktisch und Fahrspaß garantiert

Der neue Kia Stonic überzeugt durch innovatives Design und genug Stauraum für alle Abenteuer. Doch was macht diesen Allrounder so einzigartig?

Als eines der Schlüsselprojekte beschreibt Dietmar Koark die Gestaltung des Standbereiches am Geierswalder See von den schwimmenden Häusern bis zum Koschendamm, der das Gewässer in Richtung Partwitzer See abgrenzt. „Dort muss künftig die Infrastruktur stimmen“, so der Bürgermeister. Das bedeutet vor allem „weg von allen Provisorien“. Dieser Standort lässt sich nur mit einem derartigen Leuchtturm-Projekt entwickeln, heißt es weiter. Einen qualifizierten Bebauungsplan gebe es schon. Damit sieht Dietmar Koark wichtige Grundlagen geschaffen.

Wesentlich kleiner fällt mit anberaumten 38.000 Euro ein Projekt aus, dass an der Südböschung des Geierswalder Sees für ein Wlan-Netz und Elektroladestellen sorgen soll. Daher wird allerdings der Prozess der Beantragung von Fördergeld aus dem Strukturwandel als zu aufwendig angesehen. Es soll auf andere Fördermöglichkeiten bei der Realisierung zurückgegriffen werden.

Gemeinsam mit der Bergbau- und Umweltdienstleistungsgesellschaft (Bug), die im Ortsteil Sabrodt sitzt, gibt es Überlegungen unter anderem einen klimaneutralen Logistikstandort zu schaffen sowie eine Wasserstoff-Tankstelle. Da der Großteil voraussichtlich eine private Investition ist, werden weitere Beratungen folgen, ob und wie Fördergelder für Noch-Kohle-Regionen hierfür abrufbar wären.

Was den Neubau einer Feuerwache in Sabrodt angeht, wird momentan davon ausgegangen, dass eine Förderung über die Töpfe nicht möglich sei. Auch hier wird über alternative Finanzierungen nachgedacht. „Wir werden sehr wohl daraufgucken, dass alle gleich behandelt werden“, betont der Bürgermeister und gibt zu Bedenken, dass möglicherweise ähnliche Vorhaben eingereicht werden. Das sei jedoch abzuwarten.

Und letztlich wurde unter dem Titel „Treffpunkt Feuerwehr“ eine Funktionsanreicherung in Klein Partwitz vorgestellt. Es soll einerseits als Bindeglied zwischen dem Ort und der Siedlung Klein Partwitz darstellen und andererseits ganz grundsätzlich ein bürgerschaftliches Zusammenkommen ermöglichen. Hier werden, nach Aussage von Dietmar Koark, Chancen der Förderung gesehen. Denn, „gerade sozial-ökonomische Komponenten müssen den Strukturwandel begleiten.“ Er spricht von großer Hoffnung, die in diesem Zusammenhang gemacht wurde.

Abschließend wird betont, dass das Ganze ein permanenter Prozess ist, der die nächsten Jahre andauern wird. Und der Bürgermeister macht darauf aufmerksam, dass für qualifizierte Anträge auch vielerlei planerische Angaben nötig sind, was voraussetzt, dass auch „schon vorher Geld in die Hand“ genommen wird. „Wir versuchen, in diesem Prozess am Ball zu bleiben.“ Das sei lediglich eine Momentaufnahme.

Mehr zum Thema Hoyerswerda