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Umbau für Schulumzug kann beginnen

Aus der Stadtrand-Oberschule wird eine Grundschule.

© Archivfoto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Rund dreieinhalb Jahre ist es her, dass Hoyerswerdas Stadtrat einen Umzug der Handrij-Zejler-Grundschule aus dem nach heute 35 Jahren Nutzung baulich desolaten Schulgebäude in Klein Neida in die bisherige Oberschule „Am Stadtrand“ beschlossen hat. Mit dem Leerzug der ehemaligen Polytechnischen Oberschule Alfred Scholz parallel zur Einweihung des Schulneubaus im WK I kann es nun losgehen.

Freilich muss am Stadtrand erst einmal umgebaut werden. Den Startschuss hat der Stadtrat vorige Woche mit einem einstimmigen Bau-Beschluss gegeben. Es wird kein ganz so großes Unterfangen wie Umbau und Erweiterung der einstigen Ernst-Schneller-Schule (später Zuse-Gymnasium). Aber immerhin rund 4,5 Millionen Euro sind – die notwendige Ausstattung eingeschlossen – dennoch veranschlagt.

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Einerseits ist die Stadtrand-Schule an die Bedürfnisse der jüngeren Kinder anzupassen. Zweitens sind mit der Umnutzung bauliche Bestimmungen zu erfüllen, die sich über die Jahre geändert haben und die bisher wegen des Bestandsschutzes keine Rolle spielten. Und letztlich ist das eine oder andere in die Jahre gekommen.

Nach Aussage von Dietmar Wolf von der Bauverwaltung sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Zunächst geht es laut seinen Worten um eine Entkernung. Nicht nur hat das Kultusministerium in Dresden der Verlegung des Schulstandortes schon 2017 zugestimmt. Inzwischen traf Mitte September aus Dresden auch die erforderliche Fördergeld-Zusage ein. Die Stadt kalkuliert über den Daumen mit einem 50-Prozent-Zuschuss des Landes.

Im Umbau-Plan stehen unter anderem eine brandschutztechnische und bauphysikalische Modernisierung, die Erneuerung von Haustechnik sowie die Ausbesserung der Fassade samt Neuanstrich. Die Sanitärräume und der Speisesaal müssen vergrößert werden, und zwecks Barrierefreiheit wird ein Fahrstuhl installiert. Ein Beispiel für die Anpassung an inzwischen geänderte Vorschriften sind die Fluchttreppen. Mit der letzten Schulhaus-Sanierung 1995 wurden Wendeltreppen angebaut. Da so etwas nicht mehr zulässig ist, sind als Ersatz nun Podesttreppen vorgesehen.

Auf heutigen Stand gebracht werden zudem die Beleuchtung, Wasser-, Abwasser- und Gasanlagen, die Alarmtechnik oder die Lüftung sowohl für die Küche wie auch für die Sanitärräume. Und nicht zuletzt sind die Räumlichkeiten für den Hort zu schaffen, der mit umziehen soll. Zur Neugestaltung der Außenanlagen gehört auch der Bau eines Schul-Spielplatzes.

Dietmar Wolf geht davon aus, dass der Unterricht im teilerneuerten Schulhaus mit Beginn des Schuljahres 2022/23 aufgenommen werden kann. Die einstige Polytechnische Oberschule Gustav Mertin in der Dresdener Straße wird im Anschluss wohl abgerissen. Hier und da ist bereits über eine anschließende Nachnutzung des Geländes als Baugebiet für weitere Eigenheime spekuliert worden.

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