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Hoyerswerda

Unmut über Impf-Anmeldung

Hoyerswerdas Stadtverwaltung arbeitet an einer Möglichkeit zur Unterstützung Impfberechtigter.

© Symbolfoto: www.pixabay.com

Hoyerswerda. Drei Tage lang hat sich der Hoyerswerdaer Jan Krüger jetzt für eine über-80-jährige Bekannte bemüht, Informationen zu einem Impftermin zu bekommen – erfolglos: „Sie möchte wissen, wann mit einer Terminvergabe zu rechnen ist und wie der Termin mitgeteilt wird.“

Angemeldet ist die Seniorin bereits. Bei einem Kontaktversuch übers Internet, schildert Krüger, sei er auf der vom Land Sachsen geschalteten Seite aber immer wieder an der Registrierung gescheitert. Die zugehörige Hotline habe er nach zweistündigen Versuchen zwar erreicht, allerdings habe die Bedienung des Tasten-geführten Menüs kein Ergebnis gebracht.

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Im Hoyerswerdaer Rathaus sind über die letzten Tage zahlreiche solcher und ähnlicher Schilderungen eingegangen. Wie Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD) sagt, seien sie auch Thema einer Videokonferenz des Sächsischen Städte- und Gemeindetages gewesen, an der er teilgenommen habe. Die Umstände seien absolut nicht zufriedenstellend. „Wir haben andere Bundesländer, die machen uns das besser vor“, sagte der Rathauschef am Donnerstag in der Knappenroder Ortschaftsratssitzung. In Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel würden die Impfberechtigten Briefe bekommen.

Ruban-Zeh kündigte zudem für Anfang Februar nähere Informationen zu einem geplanten Angebot zur Unterstützung von Impfberechtigten an. Es geht nach seinen Worten sowohl um technische Hilfe bei der Terminvereinbarung wie auch um Möglichkeiten, immobilen Personen einen Transport ins Kamenzer Impfzentrum zu ermöglichen.

Schon vor ein paar Tagen hatte das Rathaus wissen lassen, man stehe dazu in Kontakt sowohl mit dem Landratsamt Bautzen wie auch mit Wohlfahrtsverbänden und Taxiunternehmen.

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