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Hoyerswerda

Vanessa Huth spielt ab heute für Deutschland

Hoyerswerdaer Handball-Talent steht im Nationalteam für die U-17-Europameisterschaft.

Erste Hoyerswerdaerin, die zu einer Handball-Europameisterschaft fährt: Vanessa Huth, mit dem HC Rödertal auch in der 2. Bundesliga.
Erste Hoyerswerdaerin, die zu einer Handball-Europameisterschaft fährt: Vanessa Huth, mit dem HC Rödertal auch in der 2. Bundesliga. © Foto: privat

Hoyerswerda. Am gestrigen Mittwoch hob ein Flugzeug von Dortmund in Richtung Montenegro ab. An Bord eine junge Frau aus Hoyerswerda: Vanessa Huth. Sie hat es geschafft, sich im letzten Vorbereitungstrainingslager des Deutschen Handball Bundes das Ticket zur Europameisterschaft der U 17 zu sichern! Dabei machte sie vor allem in den Testspielen gegen Frankreich (26:26, 25:17 und 22:20) eine gute Figur. Das Fazit von Nationaltrainer Gino Smits auf dhb.de zur Vorbereitung fällt insgesamt positiv aus: „Wir haben bei super Bedingungen sehr gut trainiert, sind fokussiert und alle Spielerinnen sind fit. Wir haben gesehen, was wir können. Jetzt wollen wir das auch bei einem großen Turnier umsetzen.“ Smits ist gespannt, wie sich seine 16 Schützlinge in Podgorica auf der großen internationalen Bühne präsentieren.

Vanessa hat sich diesen Erfolg dabei auch selbst hart erarbeitet. Nach ihren Anfängen beim SC Hoyerswerda wechselte sie vor zwei Jahren zum HC Rödertal, was ihrer Entwicklung einen enormen Schub gegeben hat, denn sie rutschte schon ziemlich schnell in das Zweitbundesliga-Team. Eine wahnsinnig große Unterstützung erfährt sie dabei von ihrer Familie. Mama Anja, Papa Mirko und Oma Karin sind nicht nur „Fahrdienst“, sondern auch die größten Fans und Sponsoren von Vanessa. „Wir haben es ihr so gewünscht und sind jetzt einfach glücklich.“. Da musste kurzerhand der geplante Familien-Urlaub verschoben werden, denn zunächst geht es jetzt für die Eltern als Begleitung mit nach Podgorica.

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Mit Bruder und Onkel trainiert

Bruder Elias, ebenfalls Landesauswahlspieler, freut sich auch für seine Schwester. Der LHV-Aktive musste schon oft als Trainingspartner für Vanessa herhalten, gerade in der Corona-Zeit. Da sah man beide zusammen im Freien mit ihrem Onkel trainieren – mit dem LHV-Männer-Sachsenliga-Coach Conni Böhme. Der ist natürlich stolz wie Bolle auf seine Nichte: „Bei einer EM dabei zu sein, ist sicherlich ein einmaliges Erlebnis. Aber sie hat es sich durch ihren Fleiß auch verdient“, so Böhme, der überdies sächsischer Regionaltrainer ist. Er kann es sicherlich beurteilen: trainierte er „seine“ Vanessa doch damals einmal die Woche im Stützpunkttraining in Hoyerswerda.

In der Vorrundengruppe D gehen die Spiele in Montenegro heute los. Die Deutschen treffen um 16 Uhr auf Tschechien. Die weiteren Gruppengegner sind dann Rumänien und Frankreich. Für den Einzug in die Hauptrunde ist Platz 1 oder 2 in der Vorrunde notwendig. Dafür drücken die in Hoyerswerda gebliebenen Familienmitglieder die Daumen und verfolgen die Spiele über Livestream. Aber ganz egal, welches Ergebnis am Ende heraus springt: für Vanessa ist schon die Teilnahme allein ein tolles Erlebnis. Und dies kann sie vor Ort mit ihren Eltern in vollen Zügen genießen – denn wer kann schon von sich behaupten, bei einer Europameisterschaft dabei gewesen zu sein. (LHV)

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