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Vereine haben noch nicht die Hoffnung verloren

Es wird auf das Nachholen von Jubiläen und die Rückkehr zum Alltag im Verein gehofft.

Paula Strobel vom Kulturbund e. V. Hoyerswerda präsentiert hier einen Bildkalender „Hoyerswerda im Wandel“. Im Hintergrund wird gerade an Dokumentationen und Ausstellungen gearbeitet.
Paula Strobel vom Kulturbund e. V. Hoyerswerda präsentiert hier einen Bildkalender „Hoyerswerda im Wandel“. Im Hintergrund wird gerade an Dokumentationen und Ausstellungen gearbeitet. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Der Lockdown wegen der Corona-Pandemie prägt seit Monaten den Alltag aller Menschen. Darunter haben, neben vielen Geschäften und dem Gastgewerbe, die Schulen sowie Vereine zu leiden. Niemand kann mehr wie gewohnt mit- und voneinander lernen oder die Hobbys bei gemeinsamen Treffen pflegen.

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Das Vorstandsmitglied des Kulturbunds e. V. Hoyerswerda, Paula Strobel, spricht etwas traurig von mehreren Jubiläen des Jahres 2020, die noch nicht begangen werden konnten. Der Kulturbund war nach dem Zweiten Weltkrieg eine der Organisationen, die schon 1945 wieder zugelassen wurde, erzählt sie. Mitglieder der Gruppe Hoyerswerda erhalten und nutzen seit 1980 das denkmalgeschützte Haus Lange Straße 1 und haben 1990 nach dem Ende der DDR den Verein Kulturbund gegründet. „Diese Jubiläen werden nun erst auf dem Hoffest 2021 gewürdigt“, so Paula Strobel. Jetzt erarbeitet der Verein neue Dokumentationen über die Alt- sowie die Neustadt und zwei weitere Bildtafelausstellungen. Sie sollen, sobald das wieder möglich ist, in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek und der Volkshochschule ausgestellt werden. Im vergangenen Jahr konnten pandemiebedingt auch nur wenige Veranstaltungen stattfinden. Auch die Vereinsvorstandswahl muss noch nachgeholt werden. Alle Kulturbund-Mitglieder, unter anderem die Klöppelgruppe, wollen „ihr“ Haus endlich wieder mit Leben füllen, damit Hoyerswerda für Bürger und Gäste attraktiv bleibt.

„Wandern mit Abstand ist möglich“

Der Vorsitzende des 24 Mitglieder zählenden Lausitzer Wandervereins (LWV), Günther Voigt, erzählt ebenfalls von einem wichtigen Vereinsjubiläum. Für das vergangene Jahr hatte der Verein schon die öffentliche 25. Hoyerswerdaer Wanderung vorbereitet, die leider pandemiebedingt ausfallen musste. Der Verein hofft nun auf Lockerungen, um dieses Ereignis – mit wie gewohnt über hundert Teilnehmern aus Sachsen und der Lausitz – nachholen zu können. „Wandern mit Abstand ist möglich“, sagt Günther Voigt, „aber mit Maske ist das zu anstrengend.“ Einen Wanderplan für fast jedes Wochenende dieses Jahres haben die LWV-Freunde dennoch aufgestellt, der auch wieder Angebote des Sächsischen Wanderkalenders enthält. „Wir lassen uns überraschen, was stattfinden darf“, meint der Vereinsvorsitzende. Im Moment geht er mit seiner Frau privat wandern, um seinem Hobby zu frönen und die Kondition nicht zu verlieren.

Warten und Hoffen

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