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Verkehrsteilnehmerschulung von Wiednitzern „überrannt“

So viele Teilnehmer wie im März kamen noch nie. Allerdings hat der Schulungsleiter ein Problem.

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Der kleine Vereinsraum im Sozialgebäude auf dem Wiednitzer Sportplatz war brechend voll bei der jüngsten Verkehrsteilnehmerschulung.
Der kleine Vereinsraum im Sozialgebäude auf dem Wiednitzer Sportplatz war brechend voll bei der jüngsten Verkehrsteilnehmerschulung. © Foto: Thomas Mansfeld

Von Thomas Mansfeld

Wiednitz. Dicht gedrängt saßen unlängst die Teilnehmer der Verkehrsteilnehmerschulung im kleinen Vereinsraum auf dem Sportplatz in Wiednitz. Vor drei Jahren wurde im Dorf diese abendliche Schulung durch die Verkehrswacht reaktiviert. Bis zur Schließung der Gaststätte fand die Verkehrsteilnehmerschulung immer im Kultur- und Vereinshaus „Jägerhof“ statt. Es war jedes Mal auch ein Treffpunkt, um sich im Anschluss mit den anderen aus dem Ort wieder einmal gemütlich zu unterhalten.

Anfangs kamen zu den Schulungen zwischen 12 und 15 Personen, manchmal aber auch nur acht. Bei der jüngsten Veranstaltung im März dieses Jahres waren 40 Teilnehmer da, so viele wie noch nie. Der Raum platzte förmlich aus allen Nähten.

Im vergangenen Jahr war mal im Ortschaftsrat angefragt worden, ob die Stadt Bernsdorf Räumlichkeiten im „Jägerhof“ zur Verfügung stellen könnte, weil dort mehr Platz ist. Das wurde jedoch abgelehnt, da keine Toiletten zur Verfügung stehen. Durch die Nutzung des Hauses als Übergangsquartier für die Kita „Fuchs und Elster“ während der Zeit, in der deren Domizil in Heide saniert wird, wurden die Gaststätten-Toiletten abgetrennt.

Die Organisatoren betrachten das allerdings nicht als Problem, denn der Raum für die Schulung werde ja nur für eine Stunde am Abend benötigt und das auch nur einmal im Quartal. „Da wird man doch mal ohne Toilette auskommen können“, heißt es. Die nächste Verkehrsteilnehmerschulung ist am 14. Juni geplant. Der Ort wird noch bekanntgegeben. „Vielleicht tut sich ja bis dahin noch etwas seitens der Stadt als Vermieterin der "Jägerhofes"“, so die Hoffnung der Organisatoren.

Was viele der Teilnehmer der jüngsten Schulung nicht mitbekommen haben werden, ist die Tatsache, dass es der Kreisverkehrswacht Bautzen aktuell sehr schlecht geht. Die Mitarbeiter dort führen die Schulungen ehrenamtlich durch, kümmern sich auch um die Verkehrserziehung von Kindern in Schulen und Kindergärten. Der Kreistag Bautzen hat jedoch vor Kurzem Unterstützungszahlungen gestrichen. Diese Gelder sind aber lebenswichtig für den Verein, dem nunmehr das Aus droht.

Dietmar Zanke, der Vorsitzende des Vereins Kreisverkehrswacht, informierte die Wiednitzer Organisatoren bei seinem letzten Besuch sichtlich bedrückt darüber, dass im schlimmsten Fall die Verkehrsteilnehmerschulungen nicht mehr durchgeführt werden können. Allerdings hoffe der Verein – ebenso wie die Wiednitzer – noch auf das Einlenken der Politiker.

Im Ergebnis des Kreistagsbeschlusses fehlen dem Verein 13.000 Euro. Das sei die Basisfinanzierung, so die Aussage des Vorsitzenden. Bisher hat sich die Kreisverkehrswacht über den Zuschuss des Kreises, Sponsoren- und Mitgliedergelder, Landes- und Bundesförderung sowie rund 3.000 Euro aus Bußgeldern pro Jahr finanziert.