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Hoyerswerda

Verlassenes Fahrzeug im Sperrgebiet

Ein Mann und eine Frau lassen ihr Auto im Rutschungsgebiet zurück. Das hatte Folgen.

© Symbolfoto: SZ Archiv

Elsterheide. Am Donnerstagmorgen kurz vor 9 Uhr wurde im rutschungsgefährdeten Sperrgebiet unweit des Bergener Sees ein offenbar verlassenes Fahrzeug entdeckt. An dem im Saale-Orla-Kreis in Thüringen zugelassenen Mitsubishi Outlander war eine Seitenscheibe eingeschlagen. Im Umfeld des Wagens befanden sich mehrere persönliche Gegenstände einer Frau aus Hoyerswerda, wie die alarmierte Polizei herausfand. Doch an der Adresse in Hoyerswerda traf man niemanden an, und auch die Überprüfung der Halteranschrift durch die Kollegen in Thüringen blieb ohne Erfolg. Aufgrund der Umstände konnten ein Unglück oder ein Verbrechen nicht ausgeschlossen werden. Mehrere Polizeistreifen, ein Fährtenhund und ein Polizeihubschrauber suchten das Gebiet weiträumig nach dem Fahrzeughalter und der Eigentümerin der zurückgelassenen Sachen ab. Auch die LMBV wurde involviert. Neben der Suche im ehemaligen Tagebaugelände prüften die Beamten fortlaufend die Wohnanschrift der Frau in der Stadt und die Halteranschrift in Thüringen. Nach mehreren Stunden traf man dann beide Personen unversehrt in der Wohnung in Hoyerswerda an. Was war geschehen? Der 49-jährige Fahrzeughalter und seine Begleiterin hatten sich am Mittwochabend am See in Bergen aufgehalten. Als sie nach Hause fahren wollten, sprang offenbar das Auto nicht mehr an, so dass die beiden sich zu Fuß auf den Heimweg machten. Warum das Auto jedoch beschädigt und die persönlichen Gegenstände außerhalb des Pkw verstreut waren, klären nun die Ermittler des örtlichen Kriminaldienstes. Unklar ist, wie die beiden das Auto selbst wieder flott bekommen wollten und auch, ob ihnen der Einsatz in Rechnung gestellt wird. (ks/US)

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