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Viel Lob für Hoyerswerdas neue Oberschule

Nach vier Jahren Vorlauf und 13 Millionen Euro Bausumme ist sie am Start.

Schulleiterin Romy Stötzner mit dem symbolischen Schlüssel für die neue Oberschule. Sie bekam ihn von Ministerpräsident Michael Kretschmer und Oberbürgermeister Stefan Skora.
Schulleiterin Romy Stötzner mit dem symbolischen Schlüssel für die neue Oberschule. Sie bekam ihn von Ministerpräsident Michael Kretschmer und Oberbürgermeister Stefan Skora. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Oberbürgermeister Stefan Skora konnte sich im Wahlkampf hin und wieder anhören, dass in der Stadt ja nichts passiert sei in den letzten Jahren. Gestern bei der offiziellen Einweihung der neuen Oberschule am Rande des WK I ließ er den Blick im Rund schweifen: „Wenn das so ist, dann sehen Sie hier ein Nichts“. Diesmal hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Zwischen dem Beschluss 2016 und der Einweihung jetzt sind vier Jahre vergangen, wurden 13 Millionen Euro investiert, wobei neun Millionen an Fördermitteln vom Freistaat kamen. Die Stadtverwaltung hat an der Stelle einmal mehr gezeigt, dass sie Schulträger kann: „Bildung ist ein wesentliches Merkmal der Stadt Hoyerswerda“, betonte Stefan Skora.

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Es gab freilich Jahre, da haben reihenweise Hoyerswerdaer, deren Kinder eine Mittelschule bzw. später eine Oberschule besuchen sollten, ihre Schützlinge in einer Nachbarkommune angemeldet. Das sollte sich jetzt ändern. Schulleiterin Romy Stötzner hat es offensichtlich nicht nur geschafft, die Kollegien der beiden bisherigen Oberschulen zusammenzuführen und mit ihnen zusammen den nicht immer einfachen Weg bis zum Schulstart zu absolvieren, sondern sie liebt ihre neue Wirkungsstätte. Für sie ist es privat ein besonderer Ort, weil sie einst in der EOS „Ernst Schneller“ an selber Stelle die Schulbank drückte. Zum anderen schätzt sie ohne zu zögern ein, dass diese Schule das Lernen neu definieren werde, mit ihren Lernlandschaften, den neuen internen Strukturen, der Zusammenarbeit mit den vielen Partnern. Und von der ehemaligen Oberschule Am Stadtrand ist das Produktive Lernen mit an die neue Schule gewechselt. Dieses Angebot gibt es sachsenweit wohl nur an acht Schulen.

Romy Stötzner hatte auch gleich Episoden parat. So tauchte bei der Anmeldung für das laufende Schuljahr bei einem Kind das Zeugnis der 3. Klasse auf, nicht wie vorgegeben die Halbjahresinformation der vierten Klasse. Die Recherche ergab, dass die Eltern ihr Kind nicht für dieses Jahr anmelden wollten, sondern ihren Drittklässler schon für das Schuljahr 2021/2022 vormerken lassen wollten – damit es mit einem Platz an dieser Schule auch wirklich klappt. Auch Stefan Skora betonte das mit der Einmaligkeit und Sachsens Ministerpräsident, der binnen zwei Wochen das zweite Mal nach Hoyerswerda gereist kam, bestätigte die Einschätzung. Und wenn er das nächste Mal mit Lehramtsstudenten in Leipzig zu tun hat, wolle er ihnen empfehlen, sich mal in die S-Bahn zu setzen und diese Schule zu besuchen.

Am Montag, zum scharfen Schulstart, hatte Romy Stötzner den überdimensionalen Schulschlüssel bereits erhalten. Am Freitag bekam sie ihn nochmal.

Einen Vorstoß in der Debatte um die Namensgebung der noch namenlosen Oberschule gab es übrigens von den beiden moderierenden Schülern. Es gab nicht nur auffallend viel Applaus aus dem Rund für die von André Bischof von der gleichnamigen Kunst- und Musikschule vorgebrachte Version des Gundermann-Songs „Hoywoy II“, sondern von den Schülern auch den Hinweis, ob das nicht ein passender Name für die Schule wäre – gemeint war Gerhard Gundermann.

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