merken
PLUS Hoyerswerda

Vier Förster ziehen in einem Neubau zusammen

Die Arbeiten für das Gebäude am Kastanienweg haben ohne großes Aufhebens schon begonnen.

Der Kran ist am Kastanienweg im Dienste des SIB im Einsatz.
Der Kran ist am Kastanienweg im Dienste des SIB im Einsatz. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Ab und zu gibt der Freistaat Sachsen auch in Hoyerswerda Geld für eine zeitgemäße Unterbringung von hier tätigen Landes-Bediensteten aus. Letztmals augenfällig wurde das 2016 mit dem Umzug der örtlichen Kriminalpolizei aus einem Wohnhaus im WK I ins aufwendig sanierte Denkmal-Gebäude Frentzelstraße 10.

Nicht ganz so viel wie die damals in Hoyerswerda investierten 4,4 Millionen Euro wendet der landeseigene Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) aktuell in Kühnicht auf. Aber der Eingeschosser, der derzeit am Kastanienweg entsteht, darf ruhig ein Millionenbau genannt werden, schlägt er doch immerhin mit rund 1,2 Millionen Euro zu Buche.

Autohaus Dresden
Eines der besten Autohäuser in Deutschland
Eines der besten Autohäuser in Deutschland

Dresden braucht starke und innovative Unternehmen, wie das Autohaus Dresden. Der Opelhändler ist seit über 25 Jahren tief mit der Region verwurzelt.

Wahrscheinlich aufgrund der Restriktionen zur Eindämmung von Covid-19 ohne großes Brimborium haben die Bauarbeiten auf jenem Gelände, das der Allgemeinheit wohl am ehesten wegen des hier beheimateten Wildbret-Verkaufs bekannt ist, noch vor dem Jahreswechsel begonnen. So, wie auch die Wildverkaufsstelle, untersteht das Gebäude nach Fertigstellung der Verantwortung des Staatsbetriebes Sachsenforst, genauer jener von dessen Oberlausitzer Forstbezirksverwaltung.

Zwei Revierförster schon ansässig

Auf dem Bauschild ist nachzulesen, welchen Zweck der Neubau erfüllt. „Zentrale Unterbringung von 4 Revierdienststellen“, heißt es da. Der Forstbezirk Oberlausitz ist insgesamt in 24 Reviere untergliedert. Die Mehrzahl davon kümmert sich um Wald, der Privatpersonen oder Städten und Gemeinden gehört. Vier Reviere verwalten hingegen Wald im Eigentum des Landes Sachsen. Zwei davon, nämlich die Reviere Lohsa und Seidewinkel, sind bereits jetzt auf dem Forst-Gelände am Kühnichter Kastanienweg untergebracht. Neben den Förstern Mike Thomiczny und Peter Muster werden in den Neubau auch Julia Menzel und Thomas Kappert mit einziehen. Erstere betreut derzeit von Bergen aus das Revier Elsterheide. Zweiterer kümmert sich von Lohsa aus um das Revier Spreewitz, zu dem auch Wald rund um Mortka, Koblenz, Lohsa, Weißkollm und Riegel sowie rund um den Scheibe-See gehört.

Fertigstellung zum Jahresende

„Das eingeschossige Gebäude dient der Unterbringung von Büros für die vier Revierdienststellen mit zugeordneten Besucherwartebereichen, einem Büro für den Forstwirtschaftsmeister, einen Mehrzweckraum für Weiterbildung und Beratungen sowie notwendige Nebenräume“, erläutert SIB-Sprecher Alwin-Rainer Zipfl das Bauvorhaben. Es ist offenkundig eine mittelbare Folge von zwei Verwaltungsreformen. 2006 wurde der Staatsbetrieb Sachsenforst neu gegründet. Zwei Jahre später teilte man mit der sogenannten Kreis- und Funktionalreform verschiedene Aufgaben zwischen dem Sachsenforst und den Kreis-Forstverwaltungen neu auf. Die Absicht, die Reviere Lohsa, Seidewinkel, Elsterheide und Spreewitz nun am Kastanienweg gemeinsam unterzubringen, fußt laut Zipfl auf mehreren Überlegungen: „Die Liegenschaft in Kühnicht bietet sich als Konzentrationsstandort an, da sie zentral am Schnittpunkt der umliegenden Reviere liegt und betrieblicher Stützpunkt der umliegenden Landeswaldreviere ist. Derzeit befinden sich dort bereits eine Landeswaldrevierstelle sowie eine Wildkühlzelle mit Wildvermarktung.“ Zum Ende des Jahres soll der Neubau bezogen werden können. Die Übergabe an den Forst ist laut SIB im vierten Quartal vorgesehen.

Mehr zum Thema Hoyerswerda