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Vor den Grundschülern rücken die Bauleute an

Die Oberschule Am Stadtrand in Hoyerswerda wird umgebaut. Das geht demnächst los.

Zuerst Polytechnische Oberschule, dann Mittelschule, Oberschule, künftig Grundschule – der Hoyerswerdaer Schulkomplex Am Stadtrand.
Zuerst Polytechnische Oberschule, dann Mittelschule, Oberschule, künftig Grundschule – der Hoyerswerdaer Schulkomplex Am Stadtrand. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Die Oberschule Am Stadtrand ist seit Beginn des laufenden Schuljahres leergezogen worden. Jetzt soll das Gebäude von der Stadt Hoyerswerda als Schulträger zu einer Grundschule mit Hortnutzung umgebaut werden und perspektivisch die Grundschule Am Adler „Handrij Zejler“ aufnehmen.

Bereits ab Februar werden vor Ort die ersten Arbeiten sichtbar sein. Nach entsprechender Vorplanung und Ausschreibung hat der Technische Ausschuss des Stadtrates am Donnerstag zwei Aufträge an Firmen vergeben. Zum einen handelt es sich um die Vorbereitung der Außenanlagen für die geplanten Umbauarbeiten. Dazu gehören unter anderem Fäll- und Rodungsarbeiten, aber auch das Entfernen von Flächen- und Wegebefestigungen. Die zweite Vergabe umfasst Abbrucharbeiten. Denn es ist vorgesehen, ein Fluchttreppenhaus und einen Aufzugsschacht an das Hauptgebäude anzubauen.

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Integriertes Sorbisch-Konzept

Der Gebäudekomplex in der Nachbarschaft des Alfred-Scholz-Platzes besteht aus dem dreigeschossigen Hauptgebäude, dem Zwischenbau, der Sporthalle und dem separat stehenden Haus 2. Der Zwischenbau soll durch einen Anbau vergrößert und komplett neu bedacht werden, so die aktuelle Planung. Im Haus 2 werden die Sanitärräume erweitert. Die Schule soll in Zukunft einmal 2,5-zügig geführt werden. Integration des Sorbisch-Konzeptes „2plus“ und ein von einem freien Träger betriebenes Hortangebot gehören dazu. Die Planung für die Grundschule erfolgt für 240 Schüler und für den Hort mit 210 Kindern.

Das im Jahr 1959 errichtete Schulgebäude war zu DDR-Zeiten die POS 3, benannt nach dem Welzower Arbeitersportler Alfred Scholz (1902-1928), der während eines Streiks von SA-Männern erschlagen wurde. Weitergeführt wurde die Bildungseinrichtung später zunächst als 1. Mittelschule. Nach Angaben der Stadt erfolgte im Jahr 1995 die Sanierung. Die Sporthalle wurde im Jahr 2000 als Neubau errichtet.

Der Grundsatzbeschluss für den Umzug der Grundschule wurde 2017 mit der bis zum Jahr 2030 reichenden Schulnetzplanung gefasst und auch vom sächsischen Kultusministerium so bestätigt. Der Standort der jetzigen Grundschule Am Adler soll nach dem Umzug aufgegeben werden.

Die Finanzierung steht

Im September 2020 hatten die Stadträte sich zu dem Bauvorhaben bekannt und den Oberbürgermeister beauftragt, die Finanzierung im städtischen Haushalt abzusichern. Eine Festbetragsfinanzierung in Höhe von 60 Prozent bzw. 2,46 Millionen Euro liegt seitens des Freistaates vor, wie die Stadträte informiert wurden.

Im Vorgriff auf die Maßnahme wurden im vergangenen Jahr im Umfeld der Schule zwei Straßen ertüchtigt.

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