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Was wünschen sich Kinder?

Diese Frage möchte ein Ferienangebot beantworten. Ideen sollen festgehalten werden.

In der kommenden Woche heißt es an der Orange Box „Wünsch dir was“, wie Pascal Stallerscheck zeigt. Das Ferienprojekt mit Beteiligung des Jugendstadtrates möchte Kinder zur Teilhabe animieren, ihnen eine Stimme geben.
In der kommenden Woche heißt es an der Orange Box „Wünsch dir was“, wie Pascal Stallerscheck zeigt. Das Ferienprojekt mit Beteiligung des Jugendstadtrates möchte Kinder zur Teilhabe animieren, ihnen eine Stimme geben. © Foto: Juliane Mietzsch

Hoyerswerda. Wie könnte eine Stadt aussehen, in der Kinder mitgestalten können? Diese Frage soll während eines Ferienangebotes des Jugendstadtrates, der KulturFabrik und des Internationalen Bundes ergründet werden. Unter dem Motto „Wünsch dir was!“ wird in der ersten Ferienwoche auf das Gelände rund um die Orange Box an der Bonhoefferstraße in der Hoyerswerdaer Neustadt eingeladen.

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass der erste Tag eines solchen Formates immer etwas schwierig ist, so Ina Züchner. Doch die KuFa-Mitarbeiterin im Kinder- und Jugendbereich weiß ebenso, dass auch schnell Interesse geweckt ist. Dabei ist es das ausdrückliche Ansinnen, dass neben Kindern und Jugendlichen auch alle anderen Altersgruppen willkommen sind: „Wir verstehen uns als offen und interessiert an allen Ideen“, so Nancy Hauke, Internationaler Bund. Dieses Forum möchte der Jugendstadtrat nutzen, um ins Gespräch zu kommen. Altes und neues Gremium sollen dann vor Ort anzutreffen sein. Denn die Einfälle dieser Woche, so wünscht es sich der letzte Vorsitzende Pascal Stallerscheck, fließen dann in die Ideensammlung des Justra ein.

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Es ist eine Möglichkeit der Beteiligung junger Menschen an Geschehnissen und Entscheidungen in ihrer Stadt. Die Macher des Angebotes sind sich einig, dass Kinder noch zu wenig gehört werden. So ist es denkbar, diesen Pool an Wünschen im Nachhinein an andere Stellen heranzutragen, vielleicht den Stadtrat mit einzubeziehen. Der Frage, wie man sich als Kind und Jugendlicher hier wohlfühlen kann, wird also nachgegangen. Die Aufarbeitung soll dabei kreativ und künstlerisch sein. So steht der Verantwortliche für Medienprojekte in der KuFa, Karsten Held, auch zur Verfügung, kann helfen, einen kleinen Film zu produzieren. Die Nachbearbeitung sei dann in der zweiten Ferienwoche ebenso noch möglich. „Wir haben die Möglichkeiten, uns den Teilnehmenden sehr individuell zuzuwenden“, so der Medienexperte. Das Ganze soll jungen Menschen auch die Chance bieten, sich auszuprobieren. „Kinder kriegen zu viel vorgefertigt vorgesetzt, wir können Freiraum bieten und unterstützen“, erklärt Nancy Hauke.

Insgesamt hat das alles „mit Demokratie, Einbeziehung und Mitgestaltung zu tun“, fasst Karsten Held zusammen. Neben dem Anstoß, sich selbst mit der Stadt auseinanderzusetzen, sollen ebenso die verschiedenen Freizeit-Möglichkeiten aufgezeigt werden, was die gute Vernetzung mit Partnern möglich macht, wie Ina Züchner erklärt. Es sei das Ziel, Kindern zur Seite zu stehen, sie zu begleiten und zu stärken. Am Tagesende sollen voraussichtlich die jeweiligen Ergebnisse besprochen werden.

Die Freifläche um die Orange Box wurde als Schnittstelle zwischen Alt- und Neustadt gewählt. Sie soll gut sichtbar einladen und zeigen, wie sich jeder den öffentlichen Raum aneignen kann, beschreibt das Team. Am Ende soll die Erfahrung stehen, etwas bewirken zu können, das Quartier und die Kommune anders wahrzunehmen. Daher sieht sich der Jugendstadtrat für die Sicherung und die Weitergabe der Ideen verantwortlich und möchte ebenso sich und seine Arbeit präsentieren, einen Zugang schaffen.

An zwei Tagen wird das Programm mit einem Familien- bzw. Jugendkino erweitert. Überhaupt sind Interessierte jedes Alters, aus allen Wohngebieten willkommen. Voranmeldungen sind nicht notwendig.

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