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Hoyerswerda

Weitere Aufklärung zu Todesursachen der Zoo-Pinguine

Eine Expertenrunde kam in Hoyerswerda zusammen. Zur Haltung soll es weiterführenden Austausch geben.

 2 Min.
© Foto: Zoo Hoyerswerda

Hoyerswerda. Der Zoo war Gastgeber der ersten regionalen Pinguinkonferenz zur Haltung von Humboldt- und Brillenpinguinen in Zoos und Tiergärten. Insgesamt neun Zoologische Einrichtungen und vier Experten tagten, diskutierten und beratschlagten sich letzten Donnerstag bei einer hybriden Präsenz-/Online-Sitzung über die besonderen Bedürfnisse der hochsensiblen Vögel. „Ich freue mich sehr, dass so viele Kolleginnen und Kollegen meiner Einladung gefolgt, und für einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch bereit sind“, so Eugene Bruins, Leiter des Zoo Hoyerswerda.

Ein Fokus der Fachvorträge lag auf speziellen Krankheitserregern, Viren und Infektionen – vorgetragen von Veterinärmedizinern und Mikrobiologen der Landesuntersuchungsanstalt Leipzig, Dresden und der Universität Cottbus. Dabei stellte Eugene Bruins auch die Untersuchungsergebnisse der im Frühjahr und Sommer verstorbenen Pinguine des Zoo Hoyerswerda vor. Bei vier der insgesamt zehn Pinguine wurde eine Pilzinfektion (Aspergillose) festgestellt. Die Todesursache vier weiterer Vögel ist völlig unklar, einer hatte eine Schilddrüsenerkrankung, der erste Pinguin verstarb aufgrund einer Flügelverletzung. Der Zoo Hoyerswerda möchte mit der Pinguinkonferenz einen weiteren Weg zur Aufklärung möglicher Todesursachen gehen.

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Gemeinsam mit den Experten nahmen der Zooleiter Eugene Bruins, der Technische Leiter Christian Trunsch und Tierpflegerin Carolin Adler die hiesige Pinguin-Anlage nochmals genauer unter die Lupe. „Die Bestätigung unserer Arbeit gibt uns Hoffnung, auch wieder Pinguine im Zoo Hoyerswerda halten zu können. Natürlich sind wir dankbar für die wertvollen Tipps der Kollegen“, berichten Eugene Bruins und Carolin Adler. So könnte ein Wechsel des Bodensubstrates oder die Umstellung des Futtermanagements die Pinguinhaltung im Zoo noch mehr optimieren.

Austausch soll beibehalten werden

Auch nach der Konferenz wollen die Teilnehmenden im engen Austausch verbleiben und eine einheitliche Wasseruntersuchung speziell auf Bakterien und Keime einführen. Anstatt einer Teilnehmergebühr gab es eine freiwillige Spende an den Verein Sphenisco, der sich für den Schutz der Humboldt-Pinguine und ihres Lebensraumes in enger Zusammenarbeit mit chilenischen Naturschützern und Wissenschaftlern engagiert. Seit 2016 unterstützt der Zoo Hoyerswerda den Verein durch verschiedene Aktionen. (pm/JuM)

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