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Weiterer Anlauf für Hoyerswerdas Natz

Der gerade frisch gewählte Vorstandsvorsitzende des Trägervereins hat sich so Einiges vorgenommen.

Seit reichlich fünf Jahren ist das
Natz mittlerweile im Bürgerzentrum an Hoyerswerdas Schloßstraße zu finden.
Seit reichlich fünf Jahren ist das Natz mittlerweile im Bürgerzentrum an Hoyerswerdas Schloßstraße zu finden. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Der Trägerverein des Naturwissenschaftlich-Technischen Kinder- und Jugendzentrums (Natz) hat erneut einen neuen Vorsitzenden. Nachdem Nourdin Kamlah nur sechs Monate im Amt gewesen war, wurde er vor einem Jahr von Klaus Waury abgelöst. Dessen Nachfolger ist nunmehr seit ein paar Tagen der Bischofswerdaer Unternehmer Claus Kleinert.

Wie er uns sagte, habe er das Natz im Rahmen seiner Tätigkeit für den Trägerverein der Euroregion Neiße kennengelernt. Kleinert ist in seiner Funktion als Kreistagsangehöriger der AfD in die Mitgliederversammlung des Euroregion Neiße e.V. gewählt worden. Dieser hat sich die Kooperation zwischen Deutschland, Tschechien und Polen im sächsischen Dreiländereck auf die Fahnen geschrieben. Kleinert nennt deutsch-polnische Schülerbegegnungen auch als einen neuen Schwerpunkt für die Arbeit des Natz. Man sei in Verhandlungen mit polnischen Vereinen, die vergleichbare Angebote an Kinder und Jugendliche richten. Erst zum Monatsanfang wurde mit der aus Zgorzelec stammenden Magdalena Kalinowska eine polnische Sozialpädagogin eingestellt. Auch auf dieser Stelle gab es zuletzt mehrfach Personalwechsel. Generell war es dem Natz-Verein über längere Zeit nicht gelungen, die insgesamt zwei mit städtischen Mitteln in fünfstelliger Höhe geförderte Stellen dauerhaft zu besetzen. Immer, wenn die entsprechenden Mitarbeiter fehlten, flossen aber auch die Zuschüsse nicht. Nunmehr will sich wohl der Schul-, Kultur- und Sozialausschuss des Stadtrates mit der Frage befassen, ob der Verein noch alle für die Förderung festgelegten Voraussetzungen erfüllt.

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Claus Kleinert ist in seiner kommunalpolitischen Arbeit im Kreistag in Bautzen zugleich Fraktionskollege der Hoyerswerdaer AfD-Politikerin Doreen Schwietzer (MdL), die im vorigen Jahr in den Natz-Vorstand gewählt worden war. Im Kreistags-Unterausschuss für Jugendhilfeplanung wiederum ist Claus Kleinert der Stellvertreter des Hoyerswerdaer Bürgermeisters Mirko Pink (CDU) als dessen Vorsitzender.

Der neue Natz-Vorsitzende sagt, neben der bereits verstärkten Zusammenarbeit des Kinder- und Jugendzentrums mit Schulen sowie der erwähnten deutsch-polnischen Kooperation werde es auch neue Angebote im Natz-Domizil im Bürgerzentrum geben. Er nennt in diesem Zusammenhang Robotik, 3-D-Druck und Laser-Gravur. Der Natz e.V. wird im kommenden Jahr dreißig. Er ist am 28. Oktober 1991 zunächst als Förderverein gegründet worden und übernahm später in alleiniger Regie die unter dem neuen Namen mit angepasstem Konzept weitergeführte Station Junger Techniker und Naturforscher. Claus Kleinert erinnert an die erfolgreiche Arbeit vieler Jahre, „als noch Wettbewerbe und Ausscheide mit Prämierungen an der Tagesordnung waren“. Diese Arbeit, so Kleinert, wolle der neue Vorstand wieder aufnehmen: „Denn die Kinder brauchen wieder eine Perspektive mit Erfolgserlebnissen.“ Angestrebt sei zudem eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und – auch länderübergreifend – mit dem Umland von Hoyerswerda.

In den Ruhestand verabschiedet worden ist Peter Hildebrandt, der die Station sowie Natz von 1976 bis 2005 führte und zuletzt noch die Mineralogie-AG geleitet hat. „Wir danken ihm ganz herzlich und heißen ihn gern jederzeit als Gast willkommen“, erklärt Claus Kleinert.

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