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Kita-Alltag wird trotz Pandemie gemeistert

In der Awo-Kita Pfiffikus warten täglich neue Herausforderungen. Eine kleine Überraschung gab es nun zum Kindertag.

In der Awo-Kita Pfiffikus in Bernsdorf ist die Corona-Pandemie natürlich auch präsent. Aber das Team um Leiterin Nora Zschech (l.) macht das Beste aus der Situation. Für das Foto wurden die Masken abgenommen.
In der Awo-Kita Pfiffikus in Bernsdorf ist die Corona-Pandemie natürlich auch präsent. Aber das Team um Leiterin Nora Zschech (l.) macht das Beste aus der Situation. Für das Foto wurden die Masken abgenommen. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Bernsdorf. Kinderlachen tönt durch den Garten. Es geht fröhlich zu. Es wird gerutscht, gebuddelt, gespielt, gesungen und gelacht. Fast scheint es so, als ob ein völlig normaler Alltag in der Awo-Kita Pfiffikus herrscht. Doch es gibt auch einige Momente, in denen die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen spürbar sind. Hautnah. Es sind Begebenheiten, die sehr bürokratisch klingende Namen tragen. Sie heißen Notbetreuung, eingeschränkter Regelbetrieb, Quarantäne und Hygienebestimmungen.

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Dinge, die zum Alltag werden mussten und Familien sowie Erzieher vor große Herausforderungen stellen. Die Auswirkungen der Pandemie sind spür- und hörbar. Die Nerven einiger Eltern liegen blank. Kinder sind traurig ihre Freunde nicht sehen zu dürfen. Das sorgt auch schon mal für Tränen. Die so wichtige Förderung in den verschiedenen Bildungsbereichen kann in der Kita nicht wie geplant umgesetzt werden.Mögliche Betreuungszeiten werden von Kindern bis zur letzten Minute effektiv ausgenutzt. Sogenannte Mittagskinder sind zur Seltenheit geworden. Die Kita fehlt ihnen. „Viele Kinder sind verunsichert, weil die Pandemie ständige Veränderungen im Alltag mit sich bringt und die Jungen und Mädchen sich immer wieder neu darauf einstellen müssen“, berichtet Angelika Droge. Die Erzieherin spürt auch, dass vielen Eltern zunehmend die Gespräche und der direkte Erfahrungsaustausch untereinander sehr fehlen.

Trotz allem hat die Pandemie aber auch etwas Gutes. Und das liegt vor allem daran, dass das Team um Einrichtungsleiterin Nora Zschech tagtäglich versucht das Beste aus der schwierigen Situation zu machen und somit auch die so wichtigen Alltagsstrukturen erhalten zu können.

So werden immer wieder gemeinsam neue Ideen entwickelt und umgesetzt, um ein Stück Normalität zu schaffen. So erleben die Kinder spannende Experimente und Abenteuer innerhalb eines Sommerprojektes. Unter dem Motto „Vom Samen in den Topf“ lernen die Jungen und Mädchen, wie Pflanzen entstehen, wie man diese pflegt um sich an ihnen erfreuen oder sogar von ihnen Früchte, Knollen oder anderes Obst und Gemüse ernten zu können.

Dieser Tage startet zudem die traditionelle Gesundheitswoche in denen Sport, Bewegung, Spiel, Spaß, richtige Zahnpflege, Hautpflege, Entspannung und gesunde Ernährung erlebbar werden. Hierbei können die Jungen und Mädchen auch das Sächsische Kindersportabzeichen „Flizzy“ vom Landessportbund Sachsen absolvieren. Innerhalb eines Stationsbetriebes gilt es bei Weitsprung, Zielwerfen, Rumpfbeugen, Pendellauf, Balancieren, Purzelbäumen und Hampelmännern Ausdauer und Fitness zu beweisen. Spiel, Spaß und Motivation kommen dabei nicht zu kurz.

Und auch sonst hat sich in den letzten Wochen so einiges auf dem Außengelände getan. So freut sich Kitaleiterin Nora Zschech über die sehr gute Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof, der unkompliziert hilft, wenn beispielsweise neuer Sand für Spielkästen oder Muttererde gebraucht wird. Bei kleineren Reparaturen und Verschönerungsmaßnahmen helfen dem Hausmeister der Einrichtung auch jene Erzieher mit, die aufgrund der Pandemie keine Gruppen betreuen. „Die veränderte Aufgabenverteilung funktioniert hervorragend. Zudem haben wir uns als gemeinsames Team neu kennen und auch noch mehr schätzen gelernt. Der Zusammenhalt ist viel intensiver geworden. Die Pandemie hat uns noch enger zusammengeschweißt“, berichtet Leiterin Nora Zschech die mit ihrem Team zum Kindertag eine Überraschung vorbereitet hatte.

Auf dem Kitagelände gab es ein kleines Fest mit Attraktionen und Höhepunkten. „Zum Glück konnten alle Kinder an diesem Fest teilnehmen. Ansonsten hätten sich die Kinder, welche die Notbetreuung nicht besuchen durften, auf eine ‚Überraschung am Gartenzaun‘ freuen können“, meint Nora Zschech begeistert über die kleine Auszeit und das Stückchen Normalität.

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