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Wieso Glücksempfinden nicht von Rauschmitteln abhängen muss

Am Hoyerswerdaer Johanneum hat jetzt ein Ausstellungs-Bus dazu Station gemacht.

Konstantin (links) und Max in der „Blue Lounge“ im Bus, in der man zu zweit und mittels Virtual-Reality-Brille etwas über die Auswirkungen von Alkohol lernt.
Konstantin (links) und Max in der „Blue Lounge“ im Bus, in der man zu zweit und mittels Virtual-Reality-Brille etwas über die Auswirkungen von Alkohol lernt. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Vor ein paar Tagen gab es Elternabende für die Mütter und Väter von Neuntklässlern des Hoyerswerdaer Johanneums. Es sollte darum gehen, den bevorstehenden Besuch einer Art rollenden Museums vorzubereiten. Die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. schickt im Freistaat Sachsen einen bunt bemalten Bus herum. Die darin untergebrachte Ausstellung befasst sich mit Glück und mit Sucht sowie mit dem Zusammenhang zwischen beidem.

Aus den Reihen der Eltern kamen einige Fragen, etwa jene nach der Suchtmittel-Lage in der Stadt und der Region. Jan Janovic konnte Auskunft geben. Am weitesten verbreitet sind nach seinen Worten Nikotin und Alkohol, gefolgt von Cannabis und dem synthetisch erzeugten Methamphetamin, bekannt unter dem Namen Crystal Meth. Janovic kennt sich gut aus, weil er im Haus Bethesda in der Schulstraße 5 für die Suchtberatung und -behandlung der Diakonie arbeitet. Wenn besagter Bus irgendwo im Norden des Kreises Bautzen Station macht, ist er in der Regel mit dabei.

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Am Dienstag parkte der Ausstellungs-Doppeldecker nun vor dem Haupteingang des Johanneums. Jeweils anderthalb Stunden lang konnten die Mädchen und Jungen der neunten Klassen ihn erkunden, sich an den acht Stationen im Innern des Gefährts mit dem Motto „Glück Sucht Dich“ auseinandersetzen. Kopfhörer, Brillen für die Darstellung virtueller Realitäten, Schaukelsitze oder berührungsempfindliche Bildschirme sollen den jungen Leuten die Möglichkeit zur Selbstreflexion geben. Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung sagt, sie wolle zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln und süchtig machenden Verhaltensweisen beitragen. Ihr Konzept, so die SLfG, lade zum Lernen, Mitmachen und Weiterdenken ein.

Letzteres wird nicht dem Zufall überlassen. „Ich freue mich schon sehr auf die Auswertung“, sagt Johanneums-Schüler-Coach Silvia Scheibe. Denn am Ende des Bus-Rundgangs konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken auf Papier-Bögen notieren. Diese Bemerkungen sollen nach den Herbstferien die Basis für Diskussionen in den Klassen sein.

Der Bus ist inzwischen weitergerollt, die Diakonie freilich steht permanent zur Verfügung. Ohne Termin ins Haus Bethesda kommen kann man montags zwischen 13 und 15 Uhr sowie dienstags von 8 bis 12 Uhr. Telefonisch erreicht man die Suchtberatung montags bis mittwochs zwischen 8 und 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr. Tel. 03571 - 42 85 04

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